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  • [l] K Felix Thu, 27 Nov 2025 16:08:21 GMT Nr. 160649 SÄGE
    JPG 1800×1200 2.2M
    Felix mag diese Darstellung von Ketamin. Oke wa alles
  • [l] Fettecke Felix Thu, 04 Dec 2025 20:26:34 GMT Nr. 160808
    JPG 1224×1536 133.5k
    Die Fettecke war ab 1963 ein gestalterisches Element im Schaffen des deutschen Künstlers Joseph Beuys. In besonderer Weise erregte der Prozess um eine 1986 aus Beuys’ Atelier entfernte Fettecke öffentliches Aufsehen und machte diese zu einer der bekanntesten Arbeiten des Künstlers.
  • [l] Fett und Fettecken im Werk von Joseph Beuys Felix Thu, 04 Dec 2025 20:30:48 GMT Nr. 160810
    JPG 720×576 98.3k
    Joseph Beuys setzte ab 1958 Fett in seiner Kunst ein.[2] Der Stuhl mit Fett, 1963[3] ist eines von Beuys’ prominenten Werken.[4] Dazu erklärte er später: „Das Fett nimmt den Weg von einer chaotisch zerstreuten, energieungerichteten Form zu einer Form. Dann tritt es auf in der berühmten Fettecke.“[1] Als Fotografie erhalten ist eine Fettecke mit Filter, 1963 in seiner Atelierwohnung am Drakeplatz.[3] In Der Chef THE CHIEF (1964) und EURASIENSTAB (1967) präparierte Beuys Ecken der Räume, in denen die Aktionen stattfinden sollten, vorab mit Fett.[5] Den ansonsten leeren Luzerner Fettraum 1969 versah er mit acht Fettecken.[3]

    Fett war wichtiges Element auch in den Aktionen und in uns… unter uns … landunter (1965), MANRESA (1966), Vakuum ↔ Masse (1968) und Honigpumpe am Arbeitsplatz (1977).[5] Die monumentale Skulptur Unschlitt/Tallow (1977) wurde aus großen Blöcken in flüssigem Zustand gegossenen Fetts geschnitten. Für Beuys hatte Fett Bedeutung als Wärme speicherndes Material, das „den Wärmecharakter [der Plastik] am besten demonstriere.“[1]

    1982 erklärte Beuys: „(…) die Sachen mit Fett erheben einen großen Anspruch auf Theorie. Und diese Theorie ist natürlich vielleicht nicht immer da, wenn Menschen im Museum so eine experimentelle Anordnung sehen.“[6]
  • [l] Skandal um eine entfernte Fettecke Felix Thu, 04 Dec 2025 20:34:36 GMT Nr. 160811
    Ereignisse 1982/1986

    Joseph Beuys hatte am 28. April 1982 in einer Ecke seines Ateliers Raum 3 im Hauptgebäude der Düsseldorfer Kunstakademie ca. zwei Meter unterhalb der Decke fünf Kilogramm Butter[7] angebracht. Anlass der Installation waren der für den darauffolgenden Tag vorgesehene Empfang von Lama Sogyal Rinpoche, dem Bevollmächtigten des Dalai Lamas in Europa, und ein Seminar der von ihm mitgegründeten Free International University.[8][9] In der Folgezeit diente die Plastik „als ständiges Demonstrationsobjekt“.[10]

    Der Hausmeister der Kunstakademie Düsseldorf[11] entfernte 1986 das Fett, etwa neun Monate nach Beuys’ Tod.[12] Johannes Stüttgen entdeckte am 9. Oktober 1986 „die völlig zerstörte Fettecke“ in einem großen Abfalleimer der Kunstakademie und konservierte sie unter der Bezeichnung „Reste einer staatlich zerstörten Fettecke“. Er beanspruchte das Eigentum an dem Werk, da Beuys seine Kunstaktion mit den Worten „Johannes, jetzt mache ich dir endlich deine Fettecke“ begonnen habe. Es kam zu einem Prozess, bei dem insbesondere sachenrechtliche Fragen der Übereignung, der Verbindung mit einem Grundstück und der Verarbeitung (§§ 929 ff., §§ 946 ff. und § 950 BGB) eine Rolle spielten.[13] Das Land Nordrhein-Westfalen zahlte an Stüttgen in einem Vergleich in zweiter Instanz 40.000 DM Schadensersatz.

    Es war der zweite Fall, in dem ein Kunstwerk von Beuys nicht als solches erkannt und zerstört wurde. Bereits am 3. November 1973 war bei einem geselligen Abend im SPD-Ortsverein Leverkusen-Alkenrath eine mit Heftpflaster und Mullbinden versehene Badewanne gereinigt und zum Gläserspülen verwendet worden („Joseph Beuys’ Badewanne“). Auch in diesem Fall wurde ein Schadensersatz (58.000 DM)[14] gezahlt. Dieses Ereignis war Vorlage einer Fernsehwerbung für das Putzmittel Ata und wird häufig mit der Zerstörung der Fettecke verwechselt.[15][16]

    Die Ereignisse um die Fettecke machten dieses Werk zu einer der bekanntesten Arbeiten des Künstlers. Die Arbeit wirkte provozierend auf einen großen Teil der Gesellschaft und führte zu Kontroversen über die Frage, was als Kunst angesehen werden könne.


    Destillation der Überreste 2014

    Die etwa 2 kg schweren Überreste der Fettecke aus dem Besitz von Johannes Stüttgen wurden am 19. Juli 2014 im Rahmen der Performance Geist durch eine „Transformation“ endgültig zerstört: Das Bremer Künstlerduo Korpys/Löffler und Dieter Schmal brannten die Überreste mittels einer Apothekerdestille zu einem hochprozentigen Schnaps. Anschließend verkosteten sie das geistige Getränk, das geschmacklich an Parmesan erinnern soll. Die Kunstaktion fand parallel zu der Ausstellung Kunst und Alchemie im Museum Kunstpalast in Düsseldorf statt.[17][18][19][20]

    Durch die Verwandlung in ein „liquides Dokument“ wurde nach Ansicht der Kuratorin der „entwurzelte, konfliktbehaftete Beuys’sche Eingriff auf seine Essenz“ verdichtet. Darin sei auch ein „spezifischer Umgang“ mit den „Geistern der Vergangenheit“ zu sehen. Die Destille selbst liefere hierbei ein „bestechendes Bild“ von Beuys’ Theorie der Plastik.[21] Das Destillat wird als weiteres Kunstwerk ausgestellt.

    Beuys’ Witwe Eva verurteilte die Aktion als „unglaubliche Unverschämtheit“ und beauftragte den Anwalt Peter Raue mit der Prüfung, ob Urheberpersönlichkeitsrechte ihres verstorbenen Gatten verletzt wurden.[22] Heiner Bastian, früher Privatsekretär von Beuys, ließ aus Protest gegen die Aktion seinen „Beuys-Ofen“ aus der laufenden Ausstellung entfernen.[23] Der Streit zwischen Eva Beuys und dem Kunstmuseum wurde dadurch beigelegt, dass das Etikett auf dem ausgestellten Glasgefäß, das das Schnaps-Destillat enthält, geändert wurde: statt „Joseph Beuys, Reste einer staatlich zerstörten Fettecke“ nunmehr „Geist. Reste der zerstörten Fettecke von Joseph Beuys (1982, Raum 3, Staatliche Kunstakademie Düsseldorf. Edition 1–16, Korpys/Löffler/Schmal 2014, 50 Vol)“.[24]
  • [l] Felix Fri, 05 Dec 2025 10:25:27 GMT Nr. 160817
    >>160811
    >brannten die Überreste mittels einer Apothekerdestille zu einem hochprozentigen Schnaps
    Interessant. Ich wusste nicht, daß man aus Fleisch bzw. Rindertalg Alkohol destillieren kann.
  • [l] Felix Sat, 06 Dec 2025 09:03:22 GMT Nr. 160830
    >>160822
    :3
    aber muss nicht irgendeine Form von Zucker vorhanden sein, damit was Alkoholisches entsteht? das würde doch die ganzen Keto-Diätpläne über den Haufen werfen...
  • [l] Felix Sun, 07 Dec 2025 13:40:51 GMT Nr. 160853
    >>160830
    >muss nicht irgendeine Form von Zucker vorhanden sein, damit was Alkoholisches entsteht?
    Nein, muss nicht:
    https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thanol#Technische_Synthesen
  • [l] NMDA-Hemmer Amateuranästhesist Thu, 15 Jan 2026 03:33:40 GMT Nr. 161496
    GIF 240×180 466.4k
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    Ich aus Fasehen plötzlich mit dem Rücken auf dem Boden auf dem Gang vor der Küche liegend. Die Tür ist verschlossen.

    Ist das überhaupt die Küchentür? Warum ist der Raum um 90°, nein, um 180° gedreht? Warum kann ich nicht aufstehen und warum gibt es keine Schwerkraft?

    Eben war ich noch in der Küche und da waren überall diese Schubladen mit Haltegriffen... waren das schon immer so viele? Waren die schon immer so riesig groß? Warum sind die da? Ist das hier die Reling von einem Schiff? Bin ich auf einem Schiff? Gibt es mich eigentlich noch oder bin ich dood? Ist das hier der Astralraum?

    Warum ist da diese Tür und warum ist die geschlossen. Ist das die Himmelspforte? Sieht ja ziemlich unspektakulär aus, ich hatte mir die immer imposanter vorgestellt. Aber wie soll ich da jemals durchkommen, wenn ich mich nicht bewegen kann? Ist das ein verfickter Witz?

    Ich liege immer noch an der Decke und kann mich nicht bewegen. Warum ist hier alles aus Holz? Ist das hier eine Kapelle aus Holz? Sieht ja schön aus, alles schön ausgeleuchtet, da hat der Beleuchtungstechniker sich Mühe gegeben, das muss man zugeben, das sind gute LEDs mit hohem CRI und durch das ganze Holz bekommt alles so einen schönen, warmen Ton. Eigentlich recht gemütlich.

    Sieht eigentlich fast aus wie das Wohnzimmer, nur um 180° gedreht und viel, viel größer. Wenn da nur diese hässliche, weiße Tür mit dem schwarzen Griff nicht wäre, die stört irgendwie.

    Hey da sind ja an der Seite von dieser Holzverkleidung von dieser Kapelle sogar solche Verzierungen, die aussehen wie Schubladen. Und die lassen sich sogar öffnen! Wow. Aber wozu? Die sind doch an der Decke, wo sowieso niemand hinkommt.

    Bin ich etwa schon wieder Teil einer 4D-Skulptur? Nicht schon wieder. Hoffentlich dauert das nicht wieder eine Million Jahre so wie letztes mal.

    Warum tut mein Knie weh?
  • [l] Felix Thu, 15 Jan 2026 05:59:11 GMT Nr. 161497
    >>161496
    >Hoffentlich dauert das nicht wieder eine Million Jahre so wie letztes mal.
    Das ist der Fehler, so rutscht man ganz schnell in einen Bad Trip ab.
  • [l] Yakui Thu, 15 Jan 2026 09:18:07 GMT Nr. 161500
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    >>161497
    Alles eine Frage der Einstellung. Es gibt keine schlechten Trips. Ein Horrorfilm ist ja auch kein schlechter Film. Schlechte Trips sind oft beste Trips.
  • [l] Yakui Thu, 15 Jan 2026 12:44:31 GMT Nr. 161504
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    >>161497
    Man weiß vorher halt nie, in welches Universum oder alternative View auf dieses Universum man dieses mal teleportiert wird, das ist jedes mal eine Überraschung. Manche von denen haben gar keine Zeitdimension und man ist dann definitionsgemäß für immer.jpg dort. Jedenfalls solange, bis im Quelluniversum der Trip aufhört, denn dort existiert ja noch Zeit.

    Aber wer noch nie Teil einer kinetischen 4D-Skulptur in einem Universum ohne Zeitdimension war, der sollte es mal ausprobieren. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber eigentlich nicht so schlimm und durchaus eine lohnenswerte Erfahrung. Und letztlich immer noch besser als ein einziger Tag auf dem Strafplanet.


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