Du hast mich klickend gemacht, und Felix bekam einen extrem schlechten Artikel vorgesetzt.
>bis 2029
Die EZB/EU-Kommission haben den Krüpto-Hype ~2017 gesehen, schon 2020 einen Bericht dazu fertiggestellt, 2026 sich geeinigt und bis 2029 soll es eingeführt werden, vielleicht. Währenddessen haben alle (bis auf die SACKhalter) den Krüpto-Hype verlassen und auf den KI-Hype umgesattelt.
>Langsam weicht auch die Skepsis der Kritiker.
Danke für ihre unkritische Hofberichterstattung, wenn das so gesagt wird, muss es ja stimmen.
>Sicher, anonym, kostenlos: Der digitale Euro soll genauso funktionieren wie Bargeld, nur dass der Geldbeutel im Smartphone steckt.
Schauen wir doch mal:
>Die Anzahl und die Höhe der Offline-Zahlungen wird begrenzt sein
>Offline digitale Euro werden ähnlich wie Bargeld direkt bei den Endnutzer:innen am mobilen Endgerät oder Karte gehalten. Bei Verlust können sie in einzelnen Fällen wiederhergestellt werden.
https://www.oenb.at/dam/jcr:b0f3d879-4a8a-4ef4-82c2-837acad8b3c0/station-2-offline-und-privatsphaere.pdf
Also wie die hochgradig erfolgreiche GeldKarte™ (bekannt von der Automaten-Aufschrift: Hier keine Zahlungen mit GeldKarte™!). Die konnte man auch aufladen und wieder aufs Konto entladen.
Und genauso wie bei der GeldKarte™ bedeutet auch hier der Verlust der Karte/des Schlaufons den Verlust des Geldes.
Alternativ kann man das Geld natürlich bei der Bank halten. Also ... wie jetzt.
>Große Skepsis bei Bargeld-Anhängern
Wie möchten sie den Artikel gerahmt haben? Für die Kinder? Gegen den Terror? Oder einfach nur "wer nicht mitmacht ist ewiggestrig"?
Es kann auch einfach die technisch schlechtere Lösung sein. Z.B. verglichen mit GNU Taler (audited by Code Blau™).
>Den Banken war vor allem wichtig, dass Verbraucher nicht beliebig viel Geld in ihre Wallet legen können. Denn das Geld stünde den Geschäftsbanken dann nicht mehr zur Verfügung, um es anzulegen oder Kredite zu vergeben.
Wie gut, dass an alle gedacht wurde.
>Weniger Abhängigkeit von den USA
Das ist tatsächlich ein Vorteil.
>Bundesfinanzminister Lars Klingbeil setzt sich schon seit Amtsantritt für das neue Zahlungsmittel ein
>Bundesfinanzminister Lars Klingbeil wäre dagegen lieber noch früher dran.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass er Bild relatiert durchdacht hat?
Aber was man stattdessen gebraucht hätte:
Endlich IBAN/SEPA-Instant-Payment an EMV-Kartenzahlungen dranhängen. Damit dann die Kartenzahlung im Supermarkt ohne Visa/Mastercard abgewickelt wird. Man hat bereits mit SEPA die gesamte Kontenverwaltung/Geldtransfers, und mit EMV den Kartenstandard. Visa und Mastercard hängen buchstäblich nur noch dazwischen, und attestieren für die Händler, dass man der Kunde auch genug Geld hat. Was mit entsprechendem Standard auch die Hausbank attestieren könnte.
https://www.nfcw.com/contactless-world-congress/secure-payment-association-reports-on-new-instant-payments-model-that-leverages-existing-bank-card-merchant-terminal-and-banking-infrastructure/
Wero ist im Übrigen auch nicht besser, weil es einfach nur ein "Telefonbuch" für IBANs ist. Anstatt nur die IBAN des Gegenüber zu zu bekommen kriegt man dann Telefonnummer + IBAN (die IBAN sieht man auf dem eigenen Kontoauszug als ausgehende Zahlungsadresse). Es ist also vom Datenschutz her strikt schlechter.
Hätte man doch nur mal einen QR-Kot standardisiert, den man mit jeder Bankier-Anwe auslesen könnte und dann automatisch Felder wie Name, IBAN oder Betrag ausgefüllt werden. Also wie es in ähnlicher Form es Asien schon ~2011 sich durchsetzte. Oder es auch in Deutschland seit ~2016 gab, unter dem Namen Girocode. Ja, warum dann eigentlich noch Wero ... mmmh ... doch nicht, um Telefonnummern zu sammeln, oder?
Felixens Prognose: Nach einer Einführung des Digitalen Euros, die die Politik als "extrem erfolgreich" vermarkten wird, wird der Digitale Euro jahrelang rumdümpeln, irgendwann in einen anderen Standard gefaltet werden, immer nischiger werden und dann erinnert sich niemand mehr daran.
Ich muss kurz meine "lebenslang gültige" E-Mail-Adresse bei @ePost.de der Deutschen Post AG checken (Jahr 2000). Und meine E-Postbrief-Adresse (Jahr 2010). Und meine De-Mail-Adresse (Jahr 2012). Gab es da schon was neues? Mmmh, scheinbar sind neue Reinkarnationen von E-Mail-Adressen nicht der aktuelle Hype.