>>162730OP hatte mal vor einiger Zeit testweise ein runterkomprimiertes Modell von ollama auf seiner CPU laufen lassen. Das war sogar halbwegs brauchbar, bei weitem nicht so langsam, wie Felix erwartet hatte. Von daher dachte Felix, mit einer halbwegs vernünftigen GPU müsste das doch noch um Welten besser funktionieren.
>Ein NN um deinen Thermostaten im Heimnetz automatisch einstellen zu lassen? Läuft auf jeder Gurke.
Felix interessiert sich mehr dafür, selbst NNs zu entwickeln und zu trainieren, als bestehende auszuführen (letzteres funktioniert selbst auf der CPU schon ganz gut, zumindest bei Sprachmodellen). Natürlich werden diese von der Komplexität her bei weitem nicht so sein wie die großen Modelle. Es geht da mehr um das Experimentieren und Dazulernen. Man kann ja über die Theorie viel lesen, aber das geht auf der einen Seite rein und auf der anderen wieder raus, wenn man es nicht anwendet.
Anscheinend kann man einige der vortrainierten Modelle auch noch irgendwie nachtrainieren für seinen speziellen Anwendungszweck. Damit hat Felix sich aber bisher noch nicht mit beschäftigt, weil er eh nicht die Hardware dazu hat. Aber das wäre vielleicht auch interessant.
Was Felix sonst damit anstellen würde, weiß er auch noch nicht so genau. Es geht ja mehr ums Lernen. Theoretisch kann man mit "KI" ja so ziemlich jedes Problem lösen, zumindest näherungsweise. Ist halt eine Kanone, die man einfach auf alles so draufballan kann. Manchmal klappt es, manchmal nicht, manchmal klappt es mit mehr Hardware und mehr Trainingsdaten.
Denkbare Übungsprojekte wären sowas wie:
- Die Sprache eines Textes erkennen
- Dateiformate erkennen
- KI für Tic-Tac-Toe/4-Gewinnt/Reversi/Schach...
- Bildgenerierung
- Automatische Erkennung von bestimmten Klassen von Memen, um endlich Ordnung in Felix' unsortierten Lauerordner zu bringen (beispielsweise "Bild enthält Anime", "Bild enthält Frosch-Mem" usw.)
- Im Audiobereich gibt es sicherlich auch einige interessante Anwendungsmöglichkeiten. Z.B. aus einem Mix wieder die einzelnen Tonspuren extrahieren (für sowas gibt es bereits KI-basierte Apps, die recht gut funktionieren, geht also). Das klingt auch so, als müsste es eigentlich relativ leicht zuhause zu trainieren sein, weil man das Trainingsmaterial automatisch selbst generieren kann. Man braucht keine riesige Datenbank.
- Felix hätte für E-Mails wirklich gerne so eine Funktion wie bei GMail, die E-Mails automatisch in Kategorien wie "Werbung", "Benachrichtigungen", "Wichtiges" (und natürlich "Spam") usw. einsortiert. Das scheint auch prädestiniert zu sein für den Einsatz von künstliches neuronalen Netzwerken. Beschaffung ausreichender Mengen an Trainingsmaterial könnte hier aber eine Schwierigkeit darstellen.
- Felix versteht immer noch nicht richtig, was "unsupervised learning" ist. Das würde Felix gerne mal an irgendeinem konkreten Beispiel verstehen lernen.
Felix lernt eigentlich nur, indem er sich ein Ziel setzt und dann versucht, dieses zu erreichen. Einfach nur trockenes Bücherwissen anzulesen funktioniert nicht. Da bleibt nichts hängen.
Eine GPU-Instanz in der Wolke zu mieten ist eine Option, über die Felix auch schon nachgedacht hat. Aber Felix hat keinen Bock, wenn irgendein Problem auftritt (was natürlich passieren wird), bei der Fehlersuche auch noch die ganze Zeit im Hinterkopf zu haben, was ihn das pro Minute kostet, abgesehen von seiner Zeit und seiner Geduld. Zudem sind solche Instanzen bei den Anbietern oft komplett ausgebucht.