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  • [l] Alternativen zu 'Ranzsoftware' falKen Wed, 26 Jan 2022 23:05:41 GMT Nr. 68981
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    Fefe regt sich öfters über DBus, polkit, freedesktop etc. auf. Ich kann mich aber nicht erinnern, mal eine Lösung/Alternative von ihm gehört zu haben. Ich würde gerne was lernen anstatt mich nur mit ihm aufzuregen. Hat hier jemand ne Ahnung, welche alternativen Lösungen oder zumindest Ansätze es zu dbus etc gibt? Die Software wird ja von vielen Distros verwendet, löst also offenbar echte Probleme. Wie löst Fefe die Probleme auf seinem System? Ich glaube er benutzt Gentoo, wüsste aber gerne, wie er es konfiguriert hat.
  • [l] Felix Thu, 27 Jan 2022 00:19:40 GMT Nr. 68987
    Felix hat leider keine Antwort, ist an der Frage aber ebenfalls interessiert. Was DBus angeht: Felix würde behaupten, die Alternative zu DBus ist einfach kein DBus. Es hat Felix noch nie jemand erklären können, wozu der Ranz gut sein soll. Löst nur Probleme, die es ohne DBus niemals gegeben hätte.
  • [l] Felix Fri, 28 Jan 2022 09:22:15 GMT Nr. 69031
    >Die Software wird ja von vielen Distros verwendet, löst also offenbar echte Probleme.
    Lachs nein, auch wenn man es meinen sollte. Wenn du keine DE benutzt und idealerweise der einzige echte Nutzer bist, ist der gesamte Schrott überflüssig. Mit DE kann Felix dir nichts über Notwendigkeit sagen, ist aber auch nicht wichtig, weil die dir das Zeug eh reindrücken und zu groß sind, um sie von Hand zu entlausen.

    Unter Gentoo packst du einfach nur die entsprechenden Pakete in package.mask und
    - schmeißt alles raus und maskierst, was sie zwingend reinzieht
    - konfigurierst optionale Abhängigkeiten evtl. via USE-Flags um
    - patchst im Notfall den Mist von Hand über /etc/portage/patches raus (ist z.B. für GTK+3 notwendig, weil die GNOME-Sackratten die Konfigurationsoption entfernt haben, "um die Markenidentität zu schützen", kann man sich nicht ausdenken)

    Felix kann nicht daran erinnern, dass ihm dadurch mal irgendwelche gute Software durch die Lappen gegangen wäre. Einziger Schmerzpunkt bis jetzt: firefox-bin gibt es nicht mehr ohne DBus, also darf man den Spaß selbst kompilieren.
  • [l] Felix Fri, 28 Jan 2022 19:26:48 GMT Nr. 69046
    >>69031
    >weil die GNOME-Sackratten die Konfigurationsoption entfernt haben, "um die Markenidentität zu schützen", kann man sich nicht ausdenken
    Kek, klassisch. Kann mir denken, wer das war.

    Lohnt sich die ganze Kompiliererei denn? Felix hier hat seit kurzem einen Wurzelservierer, der die meiste Zeit ungenutzt rumsteht. Hatte deshalb neulich überlegt, ob ich den nicht dafür nutzen kann, um Binärpakete zu bauen. Aber eigentlich bin ich mit meinem Arsch-Linux ziemlich zufrieden und habe keine Lust, mein System neu aufzusetzen.

    Ich muss gestehen, ich finde sogar systemd gar nicht mal so schlecht. Kenne OpenRC aber nicht, mag ja sein, dass es noch besser ist. Was ich aber wirklich gerne los wäre, ist dieser ganze DBus-Polkit-Rotz. Und etwas minimalere Pakete als bei Arsch wären schön. Bei Arsch ist halt alles immer mit --kitchensink kompiliert. Du wolltest eigentlich nur Imagemagick installieren, aber plötzlich hast du noch ffmpeg und X11 mit auf der Platte...
  • [l] Felix Sat, 29 Jan 2022 00:49:12 GMT Nr. 69056
    das problem ist halt, dass viele gui-software auf den meisten distros indirekt auf den ganzen dreck hart dependiert.

    hat zwei probleme: einerseits optionen fehlen, auch wenn die software grundsätzlich ohne polkitdbus klarkommen würde, wie schon erklärt. andererseits die leute, die solche pakete verwalten auf den distros, das sind häufig pötteringlüfter und wollen sich den freedesktopdreck möglichst tief ins rektum einführen.

    also selbst wenn du keine DE hast, will dann halt libreoffice indirekt das zeugs oderso.

    > löst also offenbar echte Proble
    nein.
    systemD und co. machen dinge "einfacher" für distro-maintainer. das ist der ganze punkt. und das auf kosten von distro-usern, insbesondere sysadmins. enduser sehen ja solche probleme selten.

    seitenbeispiel: wenn du google dns hardcodest in systemd, dann kommen weniger user, die probleme mit kaputtem dns haben. du totalausverkaufst den user dann halt auch an datenkraken. poweruser müssen dann halt 10h investieren, das wieder aus ihrem system zu patchen.

    früher war opensource immer auch datenschutzfreundlich und hat im gegensatz zu wdoof den user nicht ausspioniert. pöttering arbeitet jetzt aber aktiv an der zerstörung davon. die microsoftifizierung von GNU/Linux, damit das genauso schlecht ist.

    man blamiere die webdevspacken.
  • [l] Felix Sat, 29 Jan 2022 03:45:15 GMT Nr. 69061
    >>69046
    Abgesehen von einigen wohlbekannten Paketen (GCC, Clang, Firefox, rustc, Chromium, LibreOffice fallen mir da spontan ein) sind die Kompilierzeiten vernachlässigbar, solange man nicht gerade auf einer Kartoffel sitzt. Für einige Pakete gibt's Binärversionen, aber mit den besprochenen Konfigurationseinschränkungen. Ob es sich lohnt ist wohl Ansichtssache - für Felix ist das kaum Verlust, weil er so häufig Zeug patcht.
  • [l] Felix Sat, 29 Jan 2022 04:45:13 GMT Nr. 69063 SÄGE
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    >>69031
    >weil die GNOME-Sackratten die Konfigurationsoption entfernt haben, "um die Markenidentität zu schützen", kann man sich nicht ausdenken
    Felix wollte die Qualle dazu raussuchen, findet jetzt aber nur noch Zeug über "Konfigurationszahl reduzieren", "GNOME braucht das eh", "es ist $JETZIGES_JAHR". Fühlt zeitliniensprüngig an, Mann. Wenn es jemand findet, wäre Felix dankbar für die Elfe, er erinnert sich deutlich an irgendeinen Unsinn darüber, wie ein Abschalten des Accessibilitygedöns (welches DBus reinzieht) markenschädigend wäre.
  • [l] Felix Sat, 29 Jan 2022 05:02:08 GMT Nr. 69064
    >>69063
    >Abschalten des Accessibilitygedöns (welches DBus reinzieht) markenschädigend
    Menschen, die schwerinordnung sind, haben genauso das Recht, sich über Gnome aufzuregen, wie alle anderen.
  • [l] Felix Sat, 29 Jan 2022 19:44:19 GMT Nr. 69105
    >>69063
    >>69064
    Nehmt euch ein Zimmer!
  • [l] Felix Mon, 31 Jan 2022 03:57:55 GMT Nr. 69164
    >>68981
    Ein Softwarehaus aus Redmond ist schon seit einiger Zeit führend auf dem Gebiet und bot und bietet immer noch diverse Lösungen an.
  • [l] Felix Mon, 31 Jan 2022 04:42:04 GMT Nr. 69165
    >>69063
    Erinnert mich hart an irgendeinen Kongress Shittalk, wo der eine Malte über Lümix gerantet hat, im Speziellen über den GDM und was der so an Kack bereits lädt. Irgendwann kam Lenin und meinte, dass das schon wegen der Behindis okay ist. Das erklärt wirklich alles.
  • [l] Felix Mon, 31 Jan 2022 09:46:06 GMT Nr. 69179
    >>69165
    Gibt es überhaupt irgendwelche Behindis Arschbürger zählen nicht, die Linux verwenden? Das klingt wieder nach so einer Nerd-Fantasie. In Wirklichkeit ist der Accessibility-Kram unter Linux wahrscheinlich sowieso völlig unbenutzbar.
  • [l] Felix Mon, 31 Jan 2022 16:18:11 GMT Nr. 69196
    >>69179
    Klaus Knoppers Frau nutzt immer noch die nach ihr benannte Blindenumgebung für Linux. Mindestens die Textmodus-Umsetzung ist aber etwa so frickelig, wie man sich das vorstellt, die Website des Dämons, der Sprachausgabe und Braillezeile steuert, ist tot und der Grafikmodus nutzt ebenfalls nur Orca und Bildschirmlupe.
    https://knopper.net/knoppix-adriane/
  • [l] Felix Mon, 31 Jan 2022 21:27:15 GMT Nr. 69206
    JPG 1024×1024 78.0k
    >>69165
    https://www.youtube.com/watch?v=ZTdUmlGxVo0

  • [l] Felix Mon, 31 Jan 2022 22:42:01 GMT Nr. 69208
    >>69179
    Ich kannte mal nen Blinden, der immer mit seiner Braile-Zeile am Thinkpad gehockt hat und irgendwelche Kots in seine XMonad-Umgebung getippelt hat. sah immer etwas lustig aus, wenn er mit dunklem Display vor seinem Laptop sass und tippte. War aber sowieso ein komischer Kautz, hat sich nie richtig die Kante gegeben, spätestens nach einem Bier war Schluss. Und selbst das eine hat er meist nicht zu Ende getrunken, weils dann auf einmal irgendwo rum stand, wo er es nicht mehr finden konnte...
  • [l] Felix Mon, 31 Jan 2022 22:44:20 GMT Nr. 69209
    Blinde sollten halt nicht am Computer sitzen, das schadet eh den Augen. Genau so sollen die Beinlosen kein Fußball spielen. Mein Gott, was ist daran eigentlich schwer zu verstehen?
  • [l] Felix Mon, 07 Feb 2022 18:56:51 GMT Nr. 69669
    >>69179
    Braille-Display über RS485 funktioniert prima.
  • [l] Felix Mon, 07 Feb 2022 19:25:59 GMT Nr. 69673
    >>69209
    Warum diese wertlosen Müllmenschen überhaupt leben sollen, ist mir nicht klar. Die Krüppel gehören vernichtet, da sie für den Volkskörper keine Funktion haben. VERNICHTUNG DER MINDERWERTIGEN ist richtig und nötig, um das Volk zu stärken. Der Schwache und der Wertlose müssen vernichtet und ausgemerzt werden, da sie essen, aber nicht pflanzen.

    Früher verehrte man den starken, guten.
    Heute verehrte man den schlechten, wertlosen.
    Es werden immer mehr Möngis, Behindis und abstoßende Müll-Existenzen in die Welt gesetzt und durchgefüttert.
    Es werden immer mehr wertlose, minderwertige fremdrassige nach Deutschland geholt.

    WOZU? UM DEUTSCHLAND ZU VERNICHTEN!
  • [l] Felix Mon, 07 Feb 2022 21:42:55 GMT Nr. 69685
    >>69673
    Danke! Endlich tut mal einer was gegen die Behindis
  • [l] Felix Mon, 07 Feb 2022 21:52:03 GMT Nr. 69687
    >>69673
    Man betrachte Syntax, Grammatik und Orthographie dieses in Toitscher Sprache verfassten Pfostens.

    Teutsch ich nicht nemen kund.
  • [l] Felix Sat, 19 Feb 2022 21:51:29 GMT Nr. 70343
    >>69673
    endlich schafft es jemand diesen einfachen aber tiefen Gedanken in einer knappen, knackiger Form über zu bringen.
  • [l] Felix Mon, 21 Feb 2022 19:50:24 GMT Nr. 70395
    >>69673
    Ein kantiger Bernd mit dysfunktionalem Sozialverhalten ist genauso behindert wie ein Blinder oder ein Taubstummer. Sei also vorsichtig, was du dir wünscht.
  • [l] Felix Thu, 24 Feb 2022 18:59:31 GMT Nr. 70624
    Oh Gott, was in dem Faden wieder für Müll gelabert wird... das hetzt der eine Felix gegen Behindis, und die anderen rotieren in ihrer Linüx-Jauchegrube umher als gäbe es kein Morgen mehr.

    Merke: Behindis verzapfen weniger Müll als weiße Frauen. Also denkt mal nach bevor ich euch wieder den Tod Unschuldiger wünscht.

    Jedenfalls um auf OP's Frage zurück zu kommen... nein, Alternativen für "Müllweichware" gibt's (meistens) nicht. Schlußendlich sind aber Leute wie Hefe nur fette Autisten die sich über alles aufregen, selbst aber keine Ahnung haben wie man es besser machen könnte. Wie Politiker halt auch. Wen es stört, soll entweder TempelOS, FreiBSD oder MS-DOS verwenden, da ist dann alles einhundertprozentig Hefe-sicher. Der Rest arbeitet halt mit DBus, X, Polkit und co. weiter und gut ist.
  • [l] Felix Fri, 08 Jul 2022 22:09:37 GMT Nr. 77619
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    >>68981
    >Fefe regt sich öfters über DBus, polkit, freedesktop etc. auf.
    Dieser Felix auch.
    >Ich kann mich aber nicht erinnern, mal eine Lösung/Alternative von ihm gehört zu haben.
    Die zwei Alternativen zu D-Bus, von denen Felix gehört hat, sind KDBUS und BUS1. Waren beides Kernel-Implementierungen von D-Bus, so dass zumindest keine Benutzermodusprozesse meer herumgeistern. Beide sind gescheitert/eingeschlafen. Es gibt noch dbus-Broker als "leichtgewichtigere" Alternative zu dbus, aber es ist im Grunde das Gleiche, als dass man weiterhin die Abhängigkeiten hat und dafür weiterhin Prozesse dauerhaft am Laufen halten muss.

    >>68987
    >Es hat Felix noch nie jemand erklären können, wozu der Ranz gut sein soll. Löst nur Probleme, die es ohne DBus niemals gegeben hätte.
    D-Bus ist Interprozesskommunikation. Genauer: Eine bestimmte Art, Interprozesskommunikation zu lösen, via einem Client-Server-Modell, wobei die Clients Anfragen an den Server schicken können, welcher dann die Anfragen (calls) an einen oder mehrere andere Clients weiterleitet, und die Antworten (returns) dann den umgekehrten Weg zurück nehmen. Daneben gibt es noch Fehler (errors). Die verschickten calls/returns simulieren dabei Methodenaufrufe.

    Der Server-Prozess kann mehrere Namensräume (="Busse" wie in D-"Bus") definieren, und Clients sehen Dinge aus ihrem Namensraum, nicht aus anderen Namensräumen. Jeder Bus hat eine "Adresse", in der Regel ist das ein Pfad im Dateisystem zu einem Unix domain socket.

    Wenn man selbst eine Client-Anwendung schreibt, die D-Bus benutzen sollen, dann wird sich die Anwendung als erstes (mittels libdbus) zu einer solchen bestimmten D-Bus-Adresse verbinden - das ist in der Regel ein Unix domain socket irgendwo im Dateisystem. Welche D-Bus-Adresse wird genommen und woher kriegt man den Dateinamen her? Es wird in der Regel der Session-D-Bus genommen, d.h. jede laufende Benutzersession hat einen Unix domain socket für D-Bus im Dateisystem. Der Dateiname dafür steht in der Regel in irgendeiner Umgebungsvariablen. Die Anwendung verbindet sich also mit dem Unix domain socket und kann nun Pakete über den Socket schicken/empfangen.

    Den Inhalt der zu sendenden/empfangenen Pakete wird dabei von D-Bus spezifiziert und man klöppelt sich diese natürlich nicht per Hand zusammen (könnte dies aber tun), sondern dafür gibt es auch Funktionen in libdbus. D-Bus hat sich das vermeintliche Ziel gesetzt, "wie objektorientierte Programmierung" verwendbar zu sein (kein Witz). Also so ziemlich genauso wie bei CORBA, nur dass Fefe irgendwie viel meer auf CORBA rumhackt als auf D-Bus.

    Kurzum, man macht dabei sowas:
    send_message("/de/codeblau/KnorkerTexteditor", "set_background_color", 0x00fefe);


    Dabei ist "/de/codeblau/KnorkerTexteditor" der wohlbekannte Name, die die Anwendung hat, mit der man kommunizieren will. Z.B. will man hierbei die Hintergrundfarbe von Fefes Knorkem Texteditor auf 0x00fefe setzten. Alle Anwendungen, die sich mit "/de/codeblau/KnorkerTexteditor" registriert haben, kriegen nun die Anfrage rein, die Hintergrundfarbe auf Bayrisch Blau zu setzten. Statt "KnorkerTexteditor" kann man auch noch D-Bus-Prozessnummer-Strings benutzten, welche für jeden Prozess einzigartig sind.

    Wenn man obige Funktion ausführt, verpacken die Bibliotheksfunktionen der libdbus die Parameter dann in ihre Datenstrukturen (braucht Interfacespezifikation gemäß einer XML-Konfigurationsdatei, kein Witz), schicken es über den Socket an den D-Bus-Server, und der schickt das dann an die Clients, welche dann mittels der libdbus die Datenstrukturen wieder entpacken und die Anfrage verarbeiten können.

    So, das macht D-Bus im Großen und Ganzen.

    >die Alternative zu DBus ist einfach kein DBus
    Felix hat auch versucht, sein ARSCH-Linux möglichst ohne D-Bus aufzusetzen. Klappt natürlich nicht weil
    >Bei Arsch ist halt alles immer mit --kitchensink kompiliert.
    Konkret startet sich der dbus-Dämon z.B. wenn man im Feuerfox mittels Strg+O eine Datei öffnen will, und sich der GTK-Dateiauswähler startet, welcher natürlich die GLib benutzt, welche dann D-Bus benutzt, wie schon oben mit dem Accessibility-Krams erklärt wurde.

    Die Alternative zu D-Bus ist, dass die Anwendungen einfach die Interprozess-Primitive des Betriebsystems benutzen oder gar nichts benutzt, d.h. die Funktionalität rausreißt. Also Selbstkompilieren und einen Haufen Patches vorhalten. -_-

    >>69056
    >früher war opensource immer auch datenschutzfreundlich und hat im gegensatz zu wdoof den user nicht ausspioniert. pöttering arbeitet jetzt aber aktiv an der zerstörung davon. die microsoftifizierung von GNU/Linux, damit das genauso schlecht ist.
    Ein halbes Jahr später ist das noch viel aromatischer geworden.
  • [l] Felix Sun, 10 Jul 2022 11:40:07 GMT Nr. 77646
    >>77619
    Nachtrag:
    >Konkret startet sich der dbus-Dämon z.B. wenn man im Feuerfox mittels Strg+O eine Datei öffnen will, und sich der GTK-Dateiauswähler startet, welcher natürlich die GLib benutzt, welche dann D-Bus benutzt, wie schon oben mit dem Accessibility-Krams erklärt wurde.
    Ich glaube, das liegt hierbei eher daran, dass der Dateiauswähler automatisch das GNOME Virtual file system (gvfsd) startet (weil der Benutzer auf WebDAV/SMB/SFTP/etc.-Shares speichern könnte), welches wiederum D-Bus benutzt.
  • [l] Felix Sun, 10 Jul 2022 13:17:28 GMT Nr. 77650
    >>77619
    >Die Alternative zu D-Bus ist, dass die Anwendungen einfach die Interprozess-Primitive des Betriebsystems benutzen oder gar nichts benutzt, d.h. die Funktionalität rausreißt. Also Selbstkompilieren und einen Haufen Patches vorhalten. -_-
    Oder einfach Gentoo. Felix muste genau ein (1) Paket patchen.
  • [l] Felix Sun, 10 Jul 2022 16:11:38 GMT Nr. 77657
    >>77650
    >Gentoo
    War Gentoo nicht das Konzept "Ich kompiliere alles selbst"? Damit bestätigst du ja nur, was ein Anderer hier bereits sagte, dass er jedes Paket selbst kompilieren musste, weil bei seiner Distro standardmässig alles mit ALLEM(TM) kompiliert wird?
  • [l] Felix Sun, 10 Jul 2022 16:46:03 GMT Nr. 77661
    >>77657
    emerge dietchan ist jetzt nicht sonderlich aufwändiger als pacman -S dietchan. Die Abneigung gegenüber Selbstkompilierung klang da schon eher, als ginge man davon aus, dass man da Hand anlegen müsse.
  • [l] Felix Sun, 10 Jul 2022 21:13:25 GMT Nr. 77667
    >>77650
    Oke, wenn das tatsächlich so weitgehend und einfach via USE-Flags geht (also von Haus aus sehr einfach rausreißbar ist), sollte sich dieser Felix mal Gentoo näher anschauen.
  • [l] Felix Sun, 10 Jul 2022 22:32:36 GMT Nr. 77672
    >>77619
    >So, das macht D-Bus im Großen und Ganzen.
    Korrekt. Allerdings ging es mir mehr darum, welches Problem dadurch gelöst wird. Und da bin ich eben der Meinung, dass D-Bus überhaupt keine Probleme löst, sondern nur neue schafft.

    >Die Alternative zu D-Bus ist, dass die Anwendungen einfach die Interprozess-Primitive des Betriebsystems benutzen
    Exakt. Unix hat bereits Domänensockets und bringt damit alles mit, was man braucht. Einfach JSON über einen Domänensocket und fertig. Wozu diesen ganzen OOP-Müll mit XML-Interfacespezifikationen?

    Das einzige, was man wirklich bräuchte, wäre eine Standardisierung. Dort hätte D-Bus eventuell trotz der beschissenen Implementierung einen Mehrwert liefern können. Aber genau hire liefert D-Bus nicht. Beispiel: Ich hatte mal das Vergnügen, unter Linux den Bildschirmschoner/Lock-Screen/Standby-Modus zu steuern, also verhindern, dass er aktiviert wird oder ihn gezielt aktivieren. Geht leider nur per D-Bus. Das Problem ist aber, dass die Bildschirmschoner-Spezifikation von D-Bus so schlecht ist, dass jede Schreibtischumgebung (Gnome, KDE etc.) ihren eigenen Standard unter einer abweichenden Adresse implementiert, sodass man unterm Strich doch wieder vier verschiedene Implementierungen braucht. Man hat also nicht nur nichts gewonnen gegenüber handgedengelten Lösungen, sondern man hat auch noch diesen ganzen D-Bus-Ranz an der Backe.

    Felix verwendet den Fensterverwalter i3. Eine der schönen Sachen bei i3 ist, dass man ihn einfach per i3-msg auf der Kommandozeile steuern kann. Z.B. i3-msg exit, um die aktuelle Sitzung zu beenden, oder i3-msg restart, um den Fensterverwalter neuzustarten nach Update oder Konfigurationsänderung. Intern sendet der einfach JSON (iirc) über einen Domänensocket. Und deshalb funktioniert es einfach. Immer. 100% zuverlässig. Hatte damit noch nie ein Problem. Wenn i3 D-Bus verwenden würde, dann würde es die Hälfte der Zeit nicht richtig funktionieren. Dann würde es irgendwo komische Hänger geben, Befehle kämen nicht an oder ein Prozess würde nicht starten, weil irgendeine Lib die falsche Version hat. Wenn man mehrere Sitzungen auf verschiedenen TTYs hat, dann gibt es bei D-Bus auch immer irgendwelche komischen Bugs. Mit i3 hat man niemals solche Probleme, einfach nur, weil es kein D-Bus verwendet. Leider sind systemd, Pulseaudio, GTK und Co. alle mit D-Bus infiziert.
  • [l] Felix Mon, 11 Jul 2022 09:40:28 GMT Nr. 77685
    >>77667
    Wie in >>69031 erwähnt, ist das einzige, was Felix von Hand patchieren musste, GTK3 für den Feuerfuchs. Da braucht man folgenden Patch (muss eventuell für neuere Versionen minimal angepasst werden) und muss entweder die Abhängigkeit aus dem Ebuild schmeißen oder mit package.provided tricksen.

    diff -ruNd gtk+-3.24.1/configure.ac gtk+-3.24.1_patched/configure.ac
    --- gtk+-3.24.1/configure.ac    2018-09-19 03:42:49.000000000 +0200
    +++ gtk+-3.24.1_patched/configure.ac    2019-04-13 10:36:23.281715341 +0200
    @@ -1400,11 +1400,7 @@
     # Check for Accessibility Toolkit flags
     ########################################
    
    -if test x$enable_x11_backend = xyes; then
    -   ATK_PACKAGES="atk atk-bridge-2.0"
    -else
    -   ATK_PACKAGES="atk"
    -fi
    +ATK_PACKAGES="atk"
    
     PKG_CHECK_MODULES(ATK, $ATK_PACKAGES)
    
    diff -ruNd gtk+-3.24.1/gtk/a11y/gtkaccessibility.c gtk+-3.24.1_patched/gtk/a11y/gtkaccessibility.c
    --- gtk+-3.24.1/gtk/a11y/gtkaccessibility.c     2017-11-16 14:21:24.000000000 +0100
    +++ gtk+-3.24.1_patched/gtk/a11y/gtkaccessibility.c     2019-04-13 10:38:12.529715578 +0200
    @@ -37,10 +37,6 @@
     #include <gtk/gtktogglebutton.h>
     #include <gtk/gtkaccessible.h>
    
    -#ifdef GDK_WINDOWING_X11
    -#include <atk-bridge.h>
    -#endif
    -
     static gboolean gail_focus_watcher      (GSignalInvocationHint *ihint,
                                              guint                  n_param_values,
                                              const GValue          *param_values,
    @@ -988,9 +984,5 @@
       _gtk_accessibility_override_atk_util ();
       do_window_event_initialization ();
    
    -#ifdef GDK_WINDOWING_X11
    -  atk_bridge_adaptor_init (NULL, NULL);
    -#endif
    -
       atk_misc_instance = g_object_new (GTK_TYPE_MISC_IMPL, NULL);
     }
    

  • [l] Felix Mon, 11 Jul 2022 20:49:03 GMT Nr. 77714
    >>77661
    Gut, mit Arch hast du dank AUR auch einen Sumpf von Programmen, die der Paketmanager selbst kompiliert. Ist auch alles ganz nett, ausser die Pakete, die nach einem Update mal wieder nicht kompilieren wollen. Aber eigentlich ist das Hauptargument gegen jeden Furz selbst kompilieren einfach die CPU-Zeit. Das dauert mir einfach zu lange und wenn man dann jede Woche wieder n Updates hat, weil mal wieder wer die Sicherheitspatches verkackt hat, dann verbringt der Rechner praktisch die Hälfte seiner Uptime mit Kompilieren inklusive de m damit verbundenen hohen Stromverbrauch - in Zeiten von Ukrainekrieg und Gasknappheit eher weniger geil, wir müssen schliesslich sparen!
  • [l] Felix Tue, 12 Jul 2022 00:58:14 GMT Nr. 77719
    >>77714
    >Ist auch alles ganz nett, ausser die Pakete, die nach einem Update mal wieder nicht kompilieren wollen.
    Selten der Fall, solange man experimentellen Systemkonfigurationen fernbleibt. Ist halt der Vorteil, wenn die ganze Distro so aufgesetzt ist und das QA-Team an den Paketen arbeitet, anstatt irgendwelcher Nutzerfrickeley. Updateschwemme hält sich bei Stable auch im Rahmen. Für einige sehr schlimme Pakete gibt es Binärversionen; die haben aber natürlich weniger Konfigurationsbreite, weil man die volle Kontrolle halt nur per Quellcode hat.
  • [l] Felix Tue, 12 Jul 2022 22:38:06 GMT Nr. 77780
    PNG 768×768 1.6k
    Ein Softwarenhaus aus Redmond stellt die nötigen Lösungen seit mindestens drei Jahrzehnten her.
  • [l] Felix Wed, 13 Jul 2022 18:50:58 GMT Nr. 77829
    >>77780
    Sie meinen Jauchegrube aus Backdoors, ungepatchten Sicherheitslücken und stetig wachsender,rektaler Penetration gleichender Nutzergängelung? Danke, aber nein.
  • [l] Felix Thu, 14 Jul 2022 06:00:48 GMT Nr. 77856
    Wenn du qualitative Weichware willst, hast du keine andere Wahl. Kannst ja dein eigenes System zusammentippeln oder auf grafische Benutzeroberflächen komplett verzichten, dann hast du weitestgehend funktionstüchtige Weichware. Ansonsten einfach damit leben, wie wir es alle so tun!
  • [l] Felix Sat, 16 Jul 2022 14:59:42 GMT Nr. 77984
    >>77829
    Nun, man nimmt das Beste was da ist. Leider ist alles andere noch weniger brauchbar. Ist halt so.
  • [l] Felix Sat, 16 Jul 2022 17:24:12 GMT Nr. 77989
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    >>77984
    >Ist halt so.
  • [l] Felix Tue, 19 Jul 2022 21:11:16 GMT Nr. 78114
    Irgendjemand sollte eine kommerzielle Linux-Version anbieten für Leute die zu blöd zu frickeln sind und blöd genug für kostenlose Software zu zahlen. Gibt sicherlich Schnittmengen.
  • [l] Felix Wed, 20 Jul 2022 09:06:25 GMT Nr. 78123
    >>78114
    <RotHut, Suse und Oracle betreten den Faden
  • [l] Felix Sat, 23 Jul 2022 10:09:25 GMT Nr. 78272
    JPG 582×242 43.8k
    >>78250
    Bist nur mett, weil du dich täglich von deinem Betriebssystem in den Arsch penetrieren lässt und es nicht ertragen kannst, dass es auch Betriebssysteme gibt, die die anale Jungfräulichkeit erhalten.
  • [l] Felix Fri, 29 Jul 2022 18:22:52 GMT Nr. 78620
    Felix benutzt unironisch Debian mit Gnome. Es ist sehr gut.
  • [l] Felix Fri, 29 Jul 2022 18:30:18 GMT Nr. 78621
    >>77984
    Das ist korrekt. Debian mit Gnome kriegt bei Felix auch nur 4/10 Punkten, aber alle Alternativen kriegen noch weniger.
  • [l] Felix Fri, 29 Jul 2022 18:35:03 GMT Nr. 78623
    >>78621
    Arsch mit i3
  • [l] Felix Fri, 29 Jul 2022 22:43:38 GMT Nr. 78638
    >>77672
    >Die Alternative zu D-Bus ist, dass die Anwendungen einfach die Interprozess-Primitive des Betriebsystems benutzen
    Exakt. Unix hat bereits Domänensockets und bringt damit alles mit, was man braucht. Einfach JSON über einen Domänensocket und fertig. Wozu diesen ganzen OOP-Müll mit XML-Interfacespezifikationen?

    Natürlich kannst du die normale Interprozeßkommunikation nutzen. Aber dann mußt du erstmal herausfinden, welche Prozesse zu deinem User gehören und zu welcher Anwendung, und mit welchem du eigentlich sprechen willst. Und Broadcasts selbst implementieren. Genau das tut halt DBus für dich.
  • [l] Felix Fri, 29 Jul 2022 22:50:05 GMT Nr. 78639
    >>78638
    Weitere Dinge, die DBus für dich macht:
    - sagen, ob Messages angekommen sind
    - sich um Nebenläufigkeit kümmern
  • [l] Felix Sat, 30 Jul 2022 16:04:14 GMT Nr. 78661
    >>78638
    >Aber dann mußt du erstmal herausfinden, welche Prozesse zu deinem User gehören und zu welcher Anwendung, und mit welchem du eigentlich sprechen willst.
    Also dafür braucht man nun wirklich ein D-Bus. Einfach ein Socket in /run/user/1000 und gut. Macht D-Bus übrigens genauso:

    ls -lah /run/user/1000
    
    drwx------ 15 felix felix 340 Jul 29 16:41 .
    drwxr-xr-x  3 root   root    60 Jul 25 03:13 ..
    drwx------  2 felix felix  60 Jul 25 03:13 at-spi
    srw-rw-rw-  1 felix felix   0 Jul 25 03:13 bus
    drwx------  3 felix felix  60 Jul 25 03:13 dbus-1
    ...
    


    >Und Broadcasts selbst implementieren
    Meinetwegen. Aber wie oft braucht man Broadcasts und wozu? Wieviel Prozent von dem, was D-Bus so tut, ist Broadcasts und wieviel ist ganz normale, uni-/bidirektionale Kommunikation? Mir fällt ehrlich gesagt auch kein einziger Anwendungsfall für Broadcasts ein. Meine erster Gedanke war, wenn der Rechner in den Standby geht, oder der Benutzer sich ausloggt, oder wenn der Bildschirmschoner angeht. Aber das könnte man auch einfach lösen, indem die Shell bzw. der Bildschirmschoner ein Domänensocket anlegt, an dem sich dann jeder interessierte Prozess anmeldet. Was gäbe es noch? Ein USB-Gerät wurde an- oder ausgesteckt? Hier gilt das gleiche. Memory Pressure Events? Kann Linux bereits [0] und D-Bus wäre dazu aufgrund seines eigenen Overheads wohl auch nicht geeignet.

    >>78639
    >- sagen, ob Messages angekommen sind
    Dafür brauche ich kein D-Bus. Wenn der Prozess eine Nachricht erhalten hat, dann sendet er eine Antwortnachricht.

    >- sich um Nebenläufigkeit kümmern
    Hierfür brauche ich ebenfalls kein D-Bus. Sockets können Nebenläufigkeit schon von Haus aus.

    [0] https://unix.stackexchange.com/a/434467
  • [l] Felix Sun, 31 Jul 2022 08:11:35 GMT Nr. 78674
    >>77685
    Hatte die letzten Tage Gentoo in einer VM aufgesetzt. Habe direkt als erstes -dbus in meine USE-Flags reingemacht, und dann meine Pakete installiert. Konkret war es:
    USE="wayland vulkan -X -dbus -gles1 -swaybar -swaybg -swayidle -swaylock -swaymsg -swaynag -tray -wallpapers"


    Ergebnis: Man musste bei Feuerfuchs keine Patches einspielen, und wenn man den Feuerfuchs startet wird dbus wird auch nicht zur Laufzeit gestartet. Hängt vielleicht damit zusammen, dass ich nicht Gnome/KDE benutze, sondern sway (d.h. Wayland).

    Gentoo gefällt mir ziemlich gut, aber ich werde mir auch noch Linux from Scratch anschauen.
  • [l] Felix Sun, 31 Jul 2022 08:46:23 GMT Nr. 78682
    >>78674
    Warum sollte man das seriöse Gentoo durch Bastelsystem Scrach oder Idiotensystem Arch ersetzen? Debianfelix, der Gentoo von 2004 bis 2011 nutzte, wird das wohl nie verstehen.
  • [l] Felix Sun, 31 Jul 2022 09:07:07 GMT Nr. 78688
    >>78682
    >Warum sollte man das seriöse Gentoo durch Bastelsystem Scrach [...] ersetzen?
    Weil Felix etwas lernen will.

    Davon unabhängig war Felix etwas enttäuscht, was die bisherige Anpassungsfähigkeit von Gentoo via USE-Flags angeht. So konnte man z.B. mesa (glaube ich, gerade unsicher) nicht mit -gles1 -gles2 kompilieren (sinnvoll, da mit vulkan kompiliert wurde, und sway ein optionales Vulkan-Backend hat). Das hängt natürlich mit dem Quelltext vom Paket zusammen, dass das nicht optional ist. Felix hätte aber vor dem Ausprobieren von Gentoo gedacht, dass solche flexiblen Hähnchenteile bei allen Gentoo-Paketen schon längst drin und Standard sei.
  • [l] Felix Sun, 31 Jul 2022 09:25:14 GMT Nr. 78692
    >>78688
    >>78688
    Lernen kannst du unter jedem System. Unter Debian liegt alles im Quelltext vor und es gibt fortgeschrittene Tools für alles mögliche. Da lernt man mehr als bei Gentoo.
  • [l] Felix Sun, 31 Jul 2022 10:02:48 GMT Nr. 78695
    >>78692
    >Lernen kannst du unter jedem System.
    Ich meinte zu lernen, wie Linux von 0 hochgezogen werden kann um zu verstehen, wie die kleinen Zahnrädchen von einem Linux-System ineinandergreifen. Und ich denke, dass letzteres kaum besser gelernt werden kann, als es sich selbst zu machen.

    Und dann noch der Minimalismus-Reiz:
    Als erstes fliegen 90% der Bootscripts raus, dann fliegt udev raus und dann fliegt EGL aus Mesa raus, und X oder dbus kommen gar nicht drauf.

    Da Felix seit >20 Jahren programmiert, wird ihm mehr und mehr bewusst, dass die richtige Richtung ist, mehr mit weniger zu machen. Großartige Alternativen sind fast nie fetter als das, was ersetzt werden soll. Vielmehr enthalten diese just genau den Kern, den man haben möchte. Sie erledigen den gleichen Dschobb mit weniger.
  • [l] Felix Sun, 31 Jul 2022 11:07:47 GMT Nr. 78707
    >>78695
    Debian-Gnome-Felix stimmt dem zu. Felix findet aber Gnome sehr minimalistisch. Zwar nicht im Vergleich zu i3 oder sowas, aber eben im Vergleich zu Mac und Windows, die dasselbe können. Und bei Gnome fliegt auch altes Zeug oft raus.
  • [l] Felix Sun, 31 Jul 2022 15:30:29 GMT Nr. 78721
    JPG 700×436 124.4k
    >>78707
    Gnome minimalistisch? Zelden zo gelachen.

    Die Oberfläche ist zwar arm an Funktionalität, was mancher als Minimalismus fehlinterpretiert, aber der ganze Unterbau ist alles andere als minimalistisch. Was der alles an Abhängigkeiten mit seltsamen Namen reinzieht, geht auf keine Kuhhaut... libcanberra, avahi, libzeitgeist und solcher Quatsch. Die genannten sind natürlich nur die Spitze des Eisbergs. Zugegeben, das meiste davon handelt man sich schon ein, wenn man nur GTK installiert, wo man wohl kaum herumkommt.
  • [l] Felix Sun, 31 Jul 2022 16:45:37 GMT Nr. 78723
    >>78721
    Der Unterbau kann viel, aber jeder einzelne Punkt davon ist elegant gelöst. Und auch alles schön in C geschrieben statt der C++-Höllen bei Windows, Qt und KDE.
  • [l] Felix Sun, 31 Jul 2022 17:16:46 GMT Nr. 78724
    WEBM 800×450 0:15 772.2k
    >>78723
    >kann viel
    Außer grundlegenden Dingen wie die Mausgeschwindigkeit und Zeigerbeschleunigung einstellen.
  • [l] Felix Sun, 31 Jul 2022 18:14:44 GMT Nr. 78728
    >>78724
    Red keinen Blödsinn, Horst. Mit viel können meine ich eben obige Behindifunktionen, aber auch eben DBus, Tracker, GTK, GVFS, Pipewire (PulseAudio benutzt man schon lange nicht mehr) usw.
  • [l] Felix Sun, 31 Jul 2022 18:35:33 GMT Nr. 78732
    PNG 1404×913 300.3k
    >>78728
    >Pipewire
    Ein neuer Audioserver. Das ist genau das, was Linux noch gebraucht hat.
  • [l] Felix Sun, 31 Jul 2022 19:18:34 GMT Nr. 78739
    >>78732
    Es ist sehr gut, so einfach wie Pulse und so schnell wie Jack, und macht auch Video gleich mit.
  • [l] Felix Sun, 31 Jul 2022 19:33:04 GMT Nr. 78741
    JPG 1660×1940 928.0k
    >>78739
    Als Felix es letztes mal ausprobiert hat, hat es nicht funktioniert. Felix ist eigentlich froh, dass sein Pulseaudio seit Jahren so läuft wie es soll, und hat keine Lust, da irgendwas zu zerfrickeln. Vielleicht in fünf Jahren, wenn es dann wirklich überall unterstützt wird. Wenn Felix sich nur mal das Pipewire-Habsgelesen anschaut, dann scheint das immer noch Alphaweichware zu sein.

    >und macht auch Video gleich mit.
    Warum, zum Teufel? Wer hat danach gefragt? War GStreamer noch nicht schlimm genug? Dann fehlt ja sogar noch eine Verbindung in dem Diagramm
  • [l] Felix Mon, 01 Aug 2022 07:15:12 GMT Nr. 78759
    >>78741
    Wat? Felix hat einfach nur
    > apt-get install wireplumber
    gemacht. Benutz halt nicht so eine Distro von inkompetenten PHP-Kindern.
  • [l] Felix Mon, 01 Aug 2022 09:27:34 GMT Nr. 78764
    WEBM 720×576 0:04 325.5k
    >>78759
    >PHP-Kinder
    >wireplumber
    <Lua that implements the actual functionality [0]

    Naja, weiste? So sehr ich PHP auch verachte, aber LUA? Bei PHP beginnen Arrays wenigstens bei 0.

    [0]https://wiki.archlinux.org/title/WirePlumber
  • [l] Felix Mon, 01 Aug 2022 14:24:55 GMT Nr. 78780
    >>78764
    > 85.9% C
    > 11.9% Lua
    https://gitlab.freedesktop.org/pipewire/wireplumber


    Ach komm, Horst, hör uff.
  • [l] Felix Mon, 01 Aug 2022 15:49:08 GMT Nr. 78791
    >>78759
    Ach Dummfelix. Nur, weil du ein Paket installiert hast, heißt das nicht, dass es auch benutzt wird.
  • [l] Felix Tue, 02 Aug 2022 08:08:27 GMT Nr. 78813
    >>78791
    Hängt natürlich von ein paar Faktoren ab:
    - ob mehrere Alternativen installiert sind
    - welche als Default gesetzt ist
    - ob überhaupt eine Desktopsitzung gestartet wird

    Aber in meinem Fall war das Installieren alles. Pulseaudio wird automatisch ersetzt. Wenn man Jack ersetzen will, muß man wohl etwas konfigurieren.
  • [l] Felix Wed, 03 Aug 2022 22:37:07 GMT Nr. 78909
    >>78272
    Natürlich bin ich über Lünix mett, ein härteren Arschfick bekommst du nur mit Solariz hin.
  • [l] Felix Thu, 04 Aug 2022 17:16:43 GMT Nr. 78940 SÄGE
    >>78909
    Schau, wenn du so recht gescheit tun willst, lern erst mal richtig Deutsch. Dein Kommentar aber bestätigt nur, was wir alle schon länger vermuten: Du nutzt Windows/Mac, lässt dich gerne in den Arsch ficken, dein Vater hat dich schon mit 3 Jahren täglich missbraucht, und deine Mutter arbeitet als Hartgeldnutte in Ostungarn. Alles keine Überraschungen, typisches Profil eines Windows/Mac-Lüfters.
  • [l] Felix Fri, 05 Aug 2022 06:54:54 GMT Nr. 78957
    >>78940
    Felix unterscheidet hier zwei Diskussionen, die man nicht vermengen sollte.

    > Unix vs Windows (VMS)

    Unix ist ein System der 70er und wurde immer einfach gehalten. Alles ist eine Datei, es gibt nur einen Root, ein Prozeß ist ein Prozeß, Dateiberechtigungen sind einfach gestrickt usw.
    Windows (NT, DOS-Windows können wir ignorieren) ist ein System der 90er, das von VMS abstammt und unglaublich kompliziert. So wie jedes System der 90er, man denke nur an Java oder XML. Es gibt über 9000 User wie SYSTEM und ADMINISTRATOR, es gibt total komplexe Berechtigungen auf Dateien und andere Objekte, es gibt Threads und Prozesse usw. usf.
    Unix ist einfach besser. Das hat die Zeit gesagt. Simple Konzepte führen zu besser beherrschbaren Systemen. Beide Ansätze hatten ihre Berechtigung, mal ausprobiert zu werden. Aber kein Mensch versteht ein Windows-System, geschweige denn ein ganzes Domänennetzwerk mit seinen Registry Keys und Group Policies. Niemand, nichtmal Microsoft selbst. Es ist einfach unbeherrschbar.

    > Freie Software vs Totalüberwachung

    In den 80ern, als man Spiele von der Datassette kopierte, war es vielleicht noch egal, was für eine Lizenz auf dem Papierklebi stand. Aber spätestens seitdem alles ständig mit dem Internet verbunden ist und nach Hause telefonieren und man gar keine Kontrolle mehr hat, ist proprietäre Software praktisch nicht mehr zumutbar. Insbesondere nicht als Betriebssystem, in einer Sandbox mit starker Kontrolle der Berechtigungen geht es vielleicht noch. Das würde auch für Spiele reichen, die müssen ja nicht an meine Dokumente kommen.

    Daß in der Welt der freien Software Unix sich durchgesetzt hat, ist mehr oder weniger Zufall. Mehr Zufall, weil theoretisch könnte man auch Windows oder ein ganz anderes System als freier Software bauen. Weniger Zufall, weil diese Einfachheit und Modularität von Unix es so einfach gemacht hat, über die Jahre Komponente für Komponente einzeln auszutauschen, bis man irgendwann lauffähige Systeme komplett ohne proprietäre Software hatte.
  • [l] Felix Fri, 05 Aug 2022 11:23:45 GMT Nr. 78969
    >>78957
    >Alles ist eine Datei, es gibt nur einen Root, ein Prozeß ist ein Prozeß, Dateiberechtigungen sind einfach gestrickt usw.
    Das klingt alles ganz toll, aber in der Praxis gibt es dann:
    - Synchrone E/A mit "Get a byte, get a byte, get a byte byte byte", ein wirklich gutes Modell gab es erst mit io_uring
    - So etwas wie fork() will wirklich niemand haben, nach dem Forken erst mal alles schließen? Man wollte doch nur einen neuen Faden anlegen, und nicht gleich den ganzen Küchensiphon dazu. Gab es dann mit clone().
    - Dateiberechtigungen sind schön und gut, aber was ist mit Berechtigungen bzgl. Nicht-Dateien? Koffer im Punkt: Man will in den iptables nur bestimmte Ports für bestimmte Prozesse erlauben. Da wurde es erst mit cgroups besser.

    >Registry Keys
    Was ist der Linux-Weg, um Konfigurationsdaten hierarchisch abzulegen, und dabei
    - Binärdaten
    - atomare Änderungen
    - starke Typisierung
    - unterschiedliche Berechtigungen pro Konfigurationseintrag
    - uniforme API für Änderungen, egal welche Konfigurationsdatei
    erlaubt? Die Registry wurde gerade erschaffen, weil Microsoft keinen Bock mehr auf INI-Dateien hatte. Problem ist halt, dass es in der Regel nur einen Registry-Hive gibt, in den alle Programme alles zumüllen. Hätte jedes Programm seinen eigenen Hive, könnte man ihn einfach löschen, und der Müll des einen Programms wäre weg.

    >Group Policies
    Sind halt "systemweite Konfiguration", wie man es auch unter Linux hat, dort nur mit Textdateien in /etc oder Dotfiles oder sysctl.
    Problem ist eher, dass die Group Policies in Domänen im Netzwerk verbreitet und auf den Rechern forciert werden. Wenn der Domänen-Kontrolleur Schlechtware ausliefert, hat jeder Rechner die Schlechtware. Das gleiche gilt unter Linux, wenn der Ansible-Servierer hackiert wurde.

    t. Linux-Nutzer seit 15 Jahren, kein Winzigweich-Lüfter


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