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  • [l] Ihr werdet vielleicht bemerkt haben, dass ich gerne ... Effe ## Mod Wed, 08 Jul 2020 17:41:15 GMT Nr. 32145
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    Ihr werdet vielleicht bemerkt haben, dass ich gerne den Begriff "Schulmedizin" benutze.

    Heute kam ein Leserbrief rein, dass das ja ursprünglich ein Kampfbegriff der Homöopathen war [0] und ich den daher vermeiden sollte.

    Nein. Werde ich nicht. Im Gegenteil werde ich ihn konsequent in einem positiven Kontext benutzen, um den Homöopathen damit ihre Lügenbegriffe kaputtzumachen. Euch würde ich allen dasselbe raten.

    Konflikte gewinnt man nicht durch Deplatforming und Vermeiden von Wörtern.

    [0] https://de.wikipedia.org/wiki/Schulmedizin

    https://blog.fefe.de/?ts=a1f8c463
4 Antworten nicht angezeigt.
  • [l] Felix Thu, 09 Jul 2020 10:48:17 GMT Nr. 32228
    >>32180
    >weil es dir nur um die eigene moralische Aufwertung geht.
    Den Wettbewerb um die eigene moralische Aufwertung hatte der Dicke aber gegen die taz deutlich verloren. Er bezeichnet sich nicht als Hassmaschine der Arschlochnerds. Die taz hat Seehofer genauso auf die Müllhalde geworfen. So viel Moral wie die taz hat schließlich niemand. Doppelt so viel an Doppelmoral.
  • [l] Felix Thu, 09 Jul 2020 12:16:58 GMT Nr. 32237
    >>32228
    >Er bezeichnet sich nicht als Hassmaschine der Arschlochnerds
    Selbsterkenntnis war noch nie Fefes Stärke.
  • [l] Felix Thu, 09 Jul 2020 12:23:05 GMT Nr. 32239
    >>32237
    Fefes Stärken liegen mehr in der Thermik.
    Soviel Luft wie er heizt niemand sonst!
  • [l] Felix Sat, 11 Jul 2020 00:10:02 GMT Nr. 32356
    Der Dicke kapiert nicht, dass man manche Begriffe einfach nicht verwenden sollte. Nach der Logik kann ich ja auch "Nigger" verwenden und "konsequent in einem positiven Kontext" nutzen. So ein dummer Spinner. Er leidet mal wieder an Größenwahn.

  • [l] Gestern meinte ich so: Fehlt nur noch der Leserbrief ... (1/2) Effe ## Mod Thu, 09 Jul 2020 10:37:15 GMT Nr. 32222
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    Gestern meinte ich so: Fehlt nur noch der Leserbrief eines Ghostwriters zur Plagiate-Affäre. Ein Leser sah das und meinte "hold my beer" und hier ist sein Leserbrief:

    >Das Thema Ghostwriting wurde ja innerhalb der Plagiatsdiskussion angerissen. Darauf komme ich noch. Erstmal aus sozusagen "öffentlichem" Interesse Etliches zum Ghostwriting bzw. zu dem Geschäft an sich.
    >Wie wird man Ghostwriter?
    >Kann ich natürlich nicht pauschal sagen. In meinem Fall ist mir aus unglücklichen Umständen meine versprochene Promotionsstelle abhanden gekommen (Stipendium für eine andere bekam ich nicht) und ich fand mich mit einem exzellenten Masterabschluss einer Topuni/Fakultät (aber in Politikwissenschaften) auf dem Arbeitsmarkt wieder. Da meine Partnerin und ich zwei Kinder während meines Studiums bekamen, war auch Nichts mit tausend Sprachen lernen oder Praktika machen - also war der Jobmarkt entsprechend begrenzt. Meine Partnerin kam durch irgendeinen Artikel aufs Ghostwriting, ich rief nach einer kurzen Suche bei einer der einschlägigen Agenturen an und schwubs - fertig war die Laube.
    >Und da wären wir auch schon beim ersten Punkt - Das Ghostwriting-Business:
    >Dein einer Leserbrief sprach ja an, dass ein Freund sich das Studium mit kleinen Nebentätigkeiten finanzierte. Kein professioneller Ghostwriter arbeitet nur privat bzw. kenne ich niemanden, der das ernsthaft in Erwägung zieht. Es gibt zig Agenturen (manche schlechter, manche besser) die Autoren suchen. Man verdient privat zwar etwas besser (wenn man seinen Wert kennt), aber man muss sich direkt mit den Kunden rumärgern (zu diesen später).
    >Die Agenturen machen mehr oder weniger formlose Autorenverträge und dann kannst du für die schreiben. Da steht sowas drin wie - Steuern machst du selbst, Verschwiegenheitserklärung - und natürlich - Rechte an den Texten gibst du an die Agentur ab. Die Konstruktion ist also denkbar einfach. Ich führe mal stichwortartig weiter:
    > • Die Agentur akquiriert Kunden (für Alles was man sich vorstellen kann)
    > • Jede Agentur hat einen Fundus an Autoren und schreibt Aufträge, in der Regel über Mail, an die aus (es gibt Kategorien, in die man sich thematisch eintragen kann)
    > • Darauf bewirbt sich der Autor - den Auftrag bekommt er binnen 24 Stunden (oder halt Absage) - und tritt dann mit dem Kunden in Kontakt. Das erfolgt per Mail oder bei guten Agenturen über ein einigermaßen vernünftig verschlüsseltes System
    > • der produzierte Text wird vom Autor, wie vertraglich geregelt, an die Agentur verkauft und an den Kunden weitergegeben (auch die Rechte natürlich). Der Autor ist damit rechtlich nicht angreifbar und die Agentur, zumindest meines Wissens nach, auch nicht
    > • der Kunde ist der Einzige, der sich strafbar macht, da er ja häufig eine eidesstattliche Versicherung für "seine" Arbeit abgibt.
    >Nun zu den Agenturen selbst:
    >Die verdienen sich dumm und dämlich. Meine Stammagentur (ich arbeite am liebsten für die und es war zufällig auch mein Erstkontakt) ist einer der Luxusklassewagen in dem Business. Gute Autoren, vernünftiges Kommununikationssystem, einigermaßen fähige Mitarbeiter, ein in der Regel gutes Lektorat (ja, die Arbeiten werden zusätzlich noch lektoriert) und entsprechende Preise.
    >Für eine Pille Palle geisteswissenschaftliche Laberarbeit bezahlt der geneigte Masterabsolvent für 50 Seiten zwischen 4000 und 5000 Euro (hängt auch am Verhandlungsgeschick des Mitarbeiters und natürlich dem Bearbeitungszeitraum). Aufpreis durch bestimmte methodische Vorgehensweise (also konkrete empirische Forschung) oder irgendwelche sonstigen Zusatzleistungen. Der Autor erhält davon zwischen 30 und 40 Prozent! Dass man damit immer noch, zumindest in meinem Fall, gut bezahlt ist, wird noch erläutert. Meine Stammagentur schreibt irgendwas zwischen 10 und 12k Aufträge im Kalenderjahr aus. Genau weiß ich das nicht und es ist nur ne Hochrechnung aus verschiedenen Parametern. Was das letztlich an Umsatz ist, hängt natürlich stark von der Art der Aufträge ab. Man kann aber konservativ schätzen, dass der Umsatz im hohen einstelligen oder gar knapp zweistelligen Millionenbereich liegt. Den Großteil davon steckt sich der Gründer ein, der am operativen Geschäft aber selbstverständlich nicht beteiligt ist.
    >Die Agenturen sitzen häufig im Ausland (gerne, wer hätte es gedacht, in der Schweiz), da dies für in Deutschland ansässige Autoren, wegen nicht zu zahlender Umsatzsteuer auf das Honorar, attraktiver ist. Es gibt aber auch etliche Agenturen mit Sitz in Deutschland. Die haben manchmal sehr verworrene Finanzstrukturen, die ich im Einzelnen jetzt nicht diskutieren kann. In jedem Fall machen sie das "gut", was sie da machen :-)
    >Wer sind die Kunden?
    >Hier gibt es Erwartbares und eher Überraschendes. Man kann die Kunden, nach meinem Dafürhalten, in drei Kategorien unterteilen:
    > • Zu doof/faul und gleichzeitig genug finanzielle Ressourcen (Eltern?)
    > • Bereits seit einiger Zeit berufstätig und aus verschiedenen Gründen nochmal mit einem (Fern)Studium (häufig durch Arbeitgeber ist zu vermuten) im Unibetrieb.
    > • Misc - hierunter fallen Krankheiten, sehr große Unsicherheit, "ich muss unbedingt eine gute Note erhalten" und keine Ahnung was noch - dies sind häufig Erstkunden und in vielen Fällen auch einmalige Auftraggeber.
    >Zu Kategorie 1 ist nichts hinzuzufügen.
    >Für Kategorie 2 habe ich persönlich vollstes Verständnis. Hier erlebe ich häufig, dass die einfach vollkommen überlastet sind und das nur aus dem Weg haben wollen. Nicht selten sind die absolut in der Lage das selbst zu machen. Zudem besitzen sie ja in der Regel auch genug finanzielle Mittel.
    >Kategorie 3 ist mit am Schwierigsten. Da frage ich mich häufig, warum die es nicht selbst schreiben und mir auf den Sack gehen mit ihren ständigen Forderungen nach "das will ich aber anders haben" :D
    >Die thematische Verteilung ist erwartbar. Alles was mit Wirtschaft (BWL, Marketing, Finance, also der ganze Bullshit halt) zu tun hat, ist überproportional vertreten. Die "echten" Wirtschaftswissenschaften oder VWL etc. kommen eher selten vor. Ansonsten gibt es thematisch Alles, allerdings besitze ich ja auch nur einen gewissen thematischen Auschnitt (s. o. Kategorien in die man sich eintragen kann). Dabei schreibe ich aber auch teilweise sehr weit ab von meinem eigenen Fachgebiet.
    >Auftragsarten:
    >Wie gesagt Alles, was man sich vorstellen kann. Von einer Seite Textexzerpt zu Doktorarbeiten. Inzwischen auch Open-Book Klausuren für unglaubliche 1000 Euro (wohlgemerkt Autorenhonorar) für 90min (vor allem im Ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Bereich). Es gibt auch Coachings, Fachlektorate und Windeln wechseln :D
    >Jetzt mal zu meiner Tätigkeit/Arbeitsweise/Verdienst:
    >Ich muss vorab mal kurz arrogant sein und mich als einen der Topleute in dem Business bezeichnen. Sprich der gesamte Text ist aus der Warte eines Autoren geschrieben, der keine Probleme hat Aufträge zu bekommen und grundsätzlich weiß was er kann, tut, aber eben auch, was er nicht kann.
    >Da ich häufiger mal schiefgegangene Aufträge reparieren muss, habe ich zumindest einen gewissen Eindruck von anderen Autoren. Ich kenne keine Zahlen, aber manche Kunden greifen komplett ins Klo :D
    >Arbeitsweise und damit auch zur Plagiatsdiskussion:
    >Als ich vor etlichen Jahren angefangen habe, bin ich wie ein klassischer (sehr guter) Student an die Aufträge rangegangen. Ich habe Quellen gewälzt, Exzerpte gemacht und den Fließtext häufig mehrmals in Teilen überarbeitet. Damit verdient man zwar Geld, aber der Stundenlohn ist nicht gerade sehr hoch.
    >Heute schreibe ich, je nach Thema, Niveau und Formatierung der Arbeit, etwa 2 bis 3 Seiten pro Stunde. Und die sind dann komplett - wissenschaftlich mehr oder weniger einwandfrei, gut formuliert und im Prinzip abgabefertig. Man kann sich ausrechnen (25 bis 30 Euro pro Seite), was ich verdienen könnte, wenn ich das Vollzeit machen würde. Ich aber arbeite im Schnitt etwa 3 bis 4 Stunden. In Ausnahmefällen schreibe ich natürlich auch mal 15 Seiten am Stück, aber danach bin zumindest ich fix und alle. Die Arbeit ist mit nichts vergleichbar, was ich vorher beruflich mal gemacht habe (war vor dem Studium berufstätig). Du bist permanent auf Sendung und hast keine downtime - anstrengend as fuck. Und mir reicht das Geld zum Leben :-)
    >Wie schaffe ich dieses Pensum an Seiten ohne Vorarbeit?
    >Ich plagiiere - aber eben "richtig". Das muss ich an einem Beispiel erläutern:
    >Stellen wir uns vor, ein Kunde möchte eine 20 seitige Seminararbeit auf Masterniveau zum Thema Corporate Social Responsibility (Fragestellung ist scheißegal). Dazu gibt es tausende Bücher, Paper etc. Ich suche mir dann Publikationen heraus, die einen Zitierstil haben der sehr genau ist - bevorzugt Dissertationen oder irgendwelche gut belegten Standardwerke. Es können aber auch kleinere Publikationen sein. Wichtig ist nur, dass die vernünftig zitieren.
    >Davon nehme ich dann, in Abhängigkeit der Anforderung natürlich, einige Werke und fange an inhaltlich aus denen direkt den Fließtext zu schreiben und ihre Quellen zu benutzen. Ich paraphrasiere also, aber eben sehr sehr sehr gut. Und ich mache das nicht nur aus einer, sondern eben aus mehreren Werken, die jeweils auch andere Schwerpunkte setzen und eben andere Quellen benutzen. Dazu kommt, dass ich dies kritisch mache. Man glaubt gar nicht, wie viele (leichte) Zitierfehler man in praktisch allen Publikationen findet. Ich gucke mir dann die verwendete Quelle an (ich habe einen sehr umfassenden Literaturzugang), schreibe aus der zusätzlich Informationen "ab" oder zitiere auch direkt aus ihr. Dieser Prozess ist je nach Thematik, Niveau etc. natürlich mal einfacher und mal schwerer, aber es gibt im Grunde keine Themen, die nicht so bearbeitbar sind. Natürlich trifft das nicht auf Teile der Arbeit zu, die ggf. empirisch sind o. Ä.
31 Antworten nicht angezeigt.
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 20:27:47 GMT Nr. 32351
    >>32349
    >alle klugen Köpfe aus Deutschland abgezogen
    *gacker*
    Du solltest weniger in der FAZ schmökern.
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 21:08:15 GMT Nr. 32352
    >>32350
    Das einzige Bundesland, das Studiengebühren von Ausländern erhebt, ist BaWü, und da sind es auch nur 1500 NG. Das ist nicht gerade viel.
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 21:49:11 GMT Nr. 32354
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    >Fefe und seine Plagiata-Leserbriefen
    >Und Einen hab ich noch!
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 23:03:20 GMT Nr. 32355
    >>32352
    >Das einzige Bundesland, das Studiengebühren von Ausländern erhebt, ist BaWü

    Wie dieser Felix wohl schauen würde wenn er erfährt, dass es auch andere Bezahlmöglichkeiten als Studiengebühren gibt.

  • [l] Erfreulicherweise gibt es zwischendurch auch mal Fälle, ... Effe ## Mod Thu, 09 Jul 2020 21:29:37 GMT Nr. 32277
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    Erfreulicherweise gibt es zwischendurch auch mal Fälle, wo die Ausschläge auf dem Bizzarrometer 2020 in die andere Richtung ausschlagen.

    Beide Meldungen kommen vom US Supreme Court.

    Erste Meldung: Donald Trump steht nicht über dem Gesetz, muss seine Steuererklärungen veröffentlichen [0].

    Das war schon mal echt unerwartet, denn die Republikaner haben ja die den Democrats unter Obama zur Neubesetzung zustehende Richterstelle durch unlautere Tricks offengehalten, bis Trump im Amt war, und der hat dann da einen Loyalisten installiert, jedenfalls haben das damals alle angenommen. Stellt sich raus: So loyal ist der gar nicht.

    Aber die andere Meldung ist noch krasser. Und zwar ging es um einen Vergewaltigungsfall in Oklahoma. Der Supreme Court hat sich die alten Akten angeschaut und fand plötzlich und überraschend, eigentlich sei ja ungefähr halb Oklahoma unlauter den Indianern weggenommen worden [1] und daher sei das jetzt alles Indiander-Reservat, und zwar inklusive dem Land auf dem die Hauptstadt von Oklahoma liegt, Tulsa, mit ca 400k Einwohnern. Für den Vergewaltigungsfall heißt das, dass das Justizsystem von Oklahoma gar nicht zuständig war, sondern die Stammes-Justiz der Indianer. Aber die anderen Auswirkungen der Entscheidung sind noch gar nicht abzusehen.

    >“Today we are asked whether the land these treaties promised remains an Indian reservation for purposes of federal criminal law. Because Congress has not said otherwise, we hold the government to its word,” Gorsuch wrote.

    Uiuiuiuiuiui

    [0] https://www.tagesschau.de/ausland/trump-steuerunterlagen-supreme-court-103.html
    [1] https://www.reuters.com/article/us-usa-court-oklahoma/u-s-supreme-court-deems-half-of-oklahoma-a-native-american-reservation-idUSKBN24A268

    https://blog.fefe.de/?ts=a1f94ba4
21 Antworten nicht angezeigt.
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 17:08:22 GMT Nr. 32345
    >>32319
    Na immerhin ist es die Öl-Hauptstadt und zwar nicht nur von Oklahoma sondern der ganzen Welt.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Oil_Capital_of_the_World
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 17:09:19 GMT Nr. 32346
    >>32322
    Nicht in der Bizarro-Welt, wo Veganer-Fefe spindeldürr ist und Wildschweine nur züchtet, um sie auf Blödsinn bloggende Softwareexperten zu hetzen.
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 17:17:18 GMT Nr. 32347
    >>32345
    Relevant ist aber Cushing, Oklahoma und das liegt außerhalb.
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 21:27:08 GMT Nr. 32353
    Immerhin sind es Indianer und keine allochthonen Minderheiten.

  • [l] Bei Wirecard blubbert der Sumpf immer noch.Und zwar ... Effe ## Mod Fri, 10 Jul 2020 11:40:35 GMT Nr. 32315
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    Bei Wirecard blubbert der Sumpf immer noch.

    Und zwar war der flüchtige Vorstand Jan Marsalek angeblich FPÖ-Informant [0], hat der FPÖ angeblich vertrauliche Informationen aus dem "Verfassungsschutz" (ja, die Österreicher haben sowas auch, und es ist genauso schlimm wie bei uns) durchgesteckt. Woher wissen wir das? Nun, da sind im Rahmen der Ibiza-Affäre Chatprotokolle aufgetaucht.

    >S. habe Gudenus „heikle Informationen“ sowohl aus dem Innenministerium als auch aus dem Amt für Verfassungsschutz zukommen lassen. S. soll seine Informationen wiederum von Marsalek erhalten haben. „Ein Mann, der auch gerne mit seinen internationalen Geheimdienstkontakten prahlte“, so die Presse.

    Mit was für Geheimdienstkram hat der denn so geprahlt, fragt ihr? Nun, unter anderem mit der Novichok-Formel [1] (das russische Nervengas von dem Anschlag in London).

    WTF!?

    [0] https://orf.at/stories/3172934
    [1] https://www.ft.com/content/941a9a2e-88df-4a66-9b3c-670bb7eb4d87

    https://blog.fefe.de/?ts=a1f693b0
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 11:52:31 GMT Nr. 32320
    >Mit was für Geheimdienstkram hat der denn so geprahlt, fragt ihr? Nun, unter anderem mit der Novichok-Formel
    Die gibt's bei Wikipedia.
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 13:10:13 GMT Nr. 32327
    >>32320
    Formel ist das eine, Synthese das andere.
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 16:40:08 GMT Nr. 32341
    >>32327
    Guten Tag, ich schreibe für den Tagesspiegel, dürfen wir Sie zitieren?
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 16:56:52 GMT Nr. 32342
    >>32315
    >das russische Nervengas
    Ach fefe ...
    >von dem Anschlag in London.

  • [l] SARS hat damals übrigens eine Welle an psychologischen ... Effe ## Mod Fri, 10 Jul 2020 11:46:05 GMT Nr. 32316
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    SARS hat damals übrigens eine Welle an psychologischen Problemen verursacht, als Langzeitfolge [0]. Von Depressionen über Angstgefühle, aber auch PTSD und psychosomatische Schmerzen, sogar OCD-Fälle.

    Es steht zu vermuten, dass Covid-19 ähnliche Auswirkungen haben wird.

    Einen Paranoia-Ausbruch hat es ja schon verursacht! *badumm tsss*

    [0] https://www.theatlantic.com/health/archive/2020/07/coronavirus-special-mental-health-disaster/613510/

    https://blog.fefe.de/?ts=a1f69418
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 11:51:03 GMT Nr. 32318
    >*badumm tsss*
    ha.ha.
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 16:03:32 GMT Nr. 32338
    https://www.goodreads.com/work/quotes/664484-only-the-paranoid-survive
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 16:16:26 GMT Nr. 32339
    >>32338
    In Anbetracht der aktuellen Intel-Schwäche auf dem Desktop-CPU-Markt wirken die meisten Zitate geradezu prophetisch.

  • [l] Mit den Plagiaten habe ich offenbar in ein Wespennest ... Effe ## Mod Wed, 08 Jul 2020 17:09:44 GMT Nr. 32138
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    Mit den Plagiaten habe ich offenbar in ein Wespennest gestochen. Hier ist noch ein langer Leserbrief dazu:

    >Vroniplag zeigt ein Problem, das in der Wissenschaft absolut verbreitet ist.
    >Die sind nur die Spitze des Eisberges.
    >Die Universität ist eine Hochburg des Betrugs. Und der Unfähigkeit. Die Übergänge sind fließend.
    >Ich sitze in einem Prüfungsausschuss eines Master-Studiengangs und bin ansonsten regelmäßig Prüfer in der Studieneingangsphase. Natürlich mache ich auch Klausuraufsichten (ich sitze gerade in einer und schaue Studis beim Schreiben zu).
    >In dem (bezahlten!!) Masterstudiengang exmatrikulieren wir eigentlich in jedem Semester zwei oder drei Leute, wobei der Studiengang nicht gerade groß ist.
    >Ich habe keine Zahlen, schätze aber, dass es vielleicht fünfzig Plätze im Jahr gibt.
    >In der Studieneingangsphase korrigiere ich in jedem Semester mindestens 20 Hausarbeiten (also Prüfungsleistungen, nicht irgendwelche Einreichungen unter dem Semester), ich lege in der Regel mindestens einen, häufig zwei oder drei Fälle dem Prüfungsausschuss zur Entscheidung über das Vorliegen eines Plagiates vor.
    >Bei den Klausuren ziehe ich pro Klausur mindestens (nein, keine Untertreibung, bei der letzten Klausur waren es drei oder vier) eine Person raus. Die letzte Klausur, bei der es drei oder vier waren, hatte corona-bedingt in meinem Hörsaal vielleicht dreißig oder vierzig Teilnehmende.
    >Mit anderen Worten: Mein Hellfeld(!) zeigt eine Betrugsrate von durchgängig etwa 10% im Studium, ungeachtet der Phase. Das Dunkelfeld dürfte erheblich größer sein.
    >Wir schreiben die Klausuren trotz Corona gerade in Präsenz; die umfassenden Hygienemaßnahmen erspare ich Dir. Aber: Wir hatten schon Verdachtsfälle, bei denen wir vermuteten, dass Spickzettel unter dem Mund-Nasen-Schutz versteckt waren, der bis zum Arbeitsplatz zu tragen ist.
    >Es gibt grob zwei Gruppen an Plagiatsfällen: Die von dummen Leuten, die wir relativ verlässlich rausfiltern. Das sind die, die auch nach mehrfacher Belehrung nicht verstehen, dass sie erstens ohnehin nichts aus der Wikipedia übernehmen sollen, weil die nicht unseren wissenschaftlichen Standards genügt, und zweitens dass sie, wenn sie es doch tun, wenigstens Anführungszeichen drumrum setzen und nen Link dranschreiben sollen.
    >Ungelogen. Der letzte Fall in dem angesprochenen Master(!) war ein Fall, wo der/die Betroffene zum vierten oder fünften Mal(!!) großflächig aus der Wikipedia kopiert hat. Ungeachtet dessen, dass er damit seine "wissenschaftliche" Arbeit maßgeblich auf einen Wikipedia-Nutzer gegründet hat, über den nicht viel mehr bekannt war, als dass sein Nutzername übersetzt "Mikrowellenofen" bedeutete und dass er vermutlich aus Nordeuropa kam (die Nutzerseite war wirklich dürftig), war das halt ein Plagiat. Er/sie ist dann endlich geflogen. Aber das ist so das eine Ende der Skala und überhaupt nicht selten.
    >Die meisten Fälle sind dann formale Sorgfaltsverstöße, in den unteren Semestern von der Kategorie "Fußnote gesetzt, aber Anführungszeichen fehlen" oder so. Das ist auch nicht schön, weil es für alle Beteiligten Ärger macht, aber da belassen wir es in der Regel bei einer Verwarnung. Auch, wenn zumindest ich damals in der Schule gelernt habe, wie sowas funktioniert und es doch sehr bedauerlich ist, dass man grundlegendes Wissen über richtiges Zitieren nicht voraussetzen kann. so schwer ist das aber nicht.
    >Die richtig harten Nüsse sind dann so Aktionen wie "von der tschechischen Seite der EU-Kommission kopiert und über Englisch durch Google Translate gejagt und auf Deutsch eingereicht". Da braucht man dann ein wenig detektivisches Gespür und da geht es dann schon sehr deutlich in Richtung vorsätzlicher Täuschung. Sowas fällt dann vor allem auf, wenn Studis den Fehler machen, dass es zu perfekt wird. Man kriegt irgendwann ein Gespür dafür, wo man genau hingucken muss. Aber letztlich ist man auch da darauf angewiesen, dass man die verdächtigen Stellen erkennt und dann auch noch die Quellen findet.
    >Insofern: Das Dunkelfeld dürfte sicher nochmal so groß, wenn nicht größer sein, als das Hellfeld.
    >Und da habe ich dann die Ghostwriter noch gar nicht angesprochen. Das ist auch, ich sage mal: üblich. Ein Studienfreund hat sich so sein Studium finanziert, dass er Leuten bei ihren Hausarbeiten geholfen hat. Er war (jedenfalls hat er das mir gegenüber immer behauptet) wenigstens so anständig, dass er nur Gliederungen durchgesprochen oder Textpassagen redigiert hat, aber keine eigenen Textvorschläge gemacht hat. Es gibt aber auch die, die gegen Geld die Hausarbeiten anderer Leute schreiben. Gerüchteweise soll es sowas z.T. auch bei Klausuren geben.
    >Die Ghostwriter werben mit Aufklebern an den Laternen rund um die Uni-Gebäude herum.
    >Wenn der Ghostwriter handwerklich sauber arbeitet und keine Fehler macht (das ist das nächste, es gibt Anekdoten von Studis, die sich ganz empört beschwert haben sollen, dass die Arbeit soviel Geld gekostet habe, die dürfe jetzt nicht so schlecht benotet werden), dann haben wir leider wenig Chancen, das nachzuweisen.
    >Es gibt sogar Studien dazu; die SZ hat über eine berichtet [0] in der ein Drittel angab, bei universitären Prüfungsleistungen beschissen zu haben.
    >Warum schreibe ich das alles? Weil ich mit jedem Fall, der auf meinen Tisch kommt, ärgerlicher werde. Denn ich weiß, dass ganz viele Leute mit so einer Scheiße durchkommen und ich für meine Ehrlichkeit und Sorgfalt auch noch bestraft werde, weil ich, wenn ich umfangreiche Fußnotenapparate zu Fuß in Word aufbereite (weil die Journals in meiner Disziplin LaTeX leider für ein falsch geschriebenes Gummiprodukt halten) nämlich auch Lesen oder, noch besser, schreiben können. In einem Umfeld, in dem gerade Publikationen (und da vor allem Anzahl und ggf. Journal/Verlag) die Währung sind, ist das frustrierend.
    >Ich komme nicht umhin, bei jedem dieser Plagiatsfälle eine gewisse Befriedigung zu verspüren, dass es einen von denen wieder rausgezogen hat.
    >Eine Art späte Rache, sozusagen.
    >Während ich bei den Studis noch sagen kann, dass sie sich selbst schaden, weil sie spätestens im Examen ganz alleine da sitzen und ihre Fälle selbst lösen müssen, zählt dieses Argument aber gerade bei Doktorarbeiten nicht. Denn wer plagiiert und damit durchkommt (und das passiert eigentlich immer, entweder weil es früh bemerkt und dann "glatt gezogen" wird oder aber, weil es nicht bemerkt wird und dann der Titel da ist), schadet sich selbst kaum. Man wird ja besser bezahlt, hat bessere Berufschancen, höheres Ansehen.
    >Und wenn es doch passiert, dann greift der Mechanismus, den Du in Deinem Eintrag ja auch ganz wunderbar beschreibst: Für die Einzelperson hat man es ja eh gewussst, aber der ganze Rest ist dann ja auch nicht besser.
    >Ich kann so ehrlich und so sorgfältig sein, wie ich will, die Guttenbergs sorgen dafür, dass die Arbeit, die ich mir mache, letztlich für die Katz ist. Völlig unabhängig davon, ob ich vielleicht wirklich ein cooles Problem gefunden und vertieft daran rumgedacht habe. Weil das ja Otto-Normal-Verbraucher ohnehin nicht begreift, weil viel zu komplex für jemanden, der nicht mindestens ein paar Grundkurse besucht hat.
    >Da ist es dann viel einfacher, die Leistung pauschal abzuwerten.
    >Und genau aus diesem Grund kann ich solche "Online-Pranger" nur schwer verwerflich finden. Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Niemand muss betrügen.
    >Es heißt nicht umsonst Doktor"würde". Ein Doktorgrad ist eine akademische Ehre, ein Privileg. Er soll zeigen, dass man in der Lage ist, eigenständig wissenschaftlich zu arbeiten. Wer ihn trägt, repräsentiert Wissenschaft, also die organisierte Suche nach einer Wahrheit. Mit den entsprechenden Tugenden, nämlich Wahrheitsliebe und Fehlerbewusstsein, Kritikfähigkeit. es ist eine der höchsten Errungenschaft der aufgeklärten Wissenschaft, dass sie das Zugeben von Fehlern ("Da habe ich mich wohl geirrt, fang' ich wohl nochmal von vorn an.") zur Tugend gemacht hat, anstelle an Dogmen festzuhalten.
    >Wer eine Doktorarbeit veröffentlicht und den Doktorgrad führt, der nimmt diese Werte öffentlich und offensiv für sich in Anspruch. Beim Aussprechen des Namens(!) verlangt eine solche Person, dass ihr diese Eigenschaften immer wieder zugesprochen werden.
    >"Seht her! Ich bin Wissenschaftler! Alle sollen es wissen!"
    >Wenn das nur auf Lüge beruht, dann sollen auch das mit der Lüge alle wissen. Wer eine plagiierte Doktorarbeit abgibt, der begibt sich selbst in die Gefahr, dass das Plagiat irgendwann aufgedeckt wird. Wie heißt es? Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.
    >Mit solchen Gestalten habe ich kein Mitleid.
    >Ganz im Gegenteil.

    [0] https://sz.de/1.4320781

    https://blog.fefe.de/?ts=a1fb3dfd
17 Antworten nicht angezeigt.
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 12:00:09 GMT Nr. 32323
    >>32313
    Es gibt *Zeitschriften*, die in ihrem Review-Prozess für *Konferenzen* geschriebene Software einsetzten? ISSN oder ist nicht passiert.
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 12:17:57 GMT Nr. 32325
    >>32323
    >Es gibt *Zeitschriften*, die in ihrem Review-Prozess für *Konferenzen* geschriebene Software einsetzten?
    Ist das so verwunderlich? Der Review-Prozess ist fast gleich, bis auf die Todeslinie.
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 13:33:03 GMT Nr. 32330
    >>32325
    Das wäre in der Tat verwunderlich, weil das nach irgendwelchem Schnellschuss-Gefrickel aussieht, was potenzielle Autoren mehr als abschreckt, weil die ja wollen dass der Kram in zweihundert Jahren auch noch gelesen werden kann. Und
    >gemäß h-Index-Kreisgewichse reputables
    impliziert eine gewisse Größe, da der h-index auf die Anzahl der Publikationen beschränkt ist.

    Felix' Eindruck ist nach wie vor dass >>32253 sich weite Teile seiner Story aus dem Arsch gezogen hat, weil das hinten und vorne nicht zusammenpasst.
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 15:27:39 GMT Nr. 32337
    >>32330
    >Das wäre in der Tat verwunderlich, weil das nach irgendwelchem Schnellschuss-Gefrickel aussieht, was potenzielle Autoren mehr als abschreckt
    Der einzige Unterschied in der Weichware ist buchstäblich einmal Suchen&Ersetzen von "Conference" durch "Journal".
    Wie solle denn deiner Meinung nach ein gutes Review-System für Journale aussehen? Welche Unterschiede soll es da deiner Meinung nach zu einem Konferenz-Review-System geben?
    COMFy macht n guddn Dschobb.

    >weil das nach irgendwelchem Schnellschuss-Gefrickel aussieht, was potenzielle Autoren mehr als abschreckt
    Deswegen wird bei Konferenzen der gleichen Organsation auch regelmäßig der Dateiupload kurz vor Deadline blockiert. Weil der Webservierer nicht mit der Last klarkommt. Da muss man dann die MD5-Summe (!) seiner ZIP-Datei eintragen, und kann die Datei einige Tage später hochladen. So geht Forschungs-Style.

    >weil die ja wollen dass der Kram in zweihundert Jahren auch noch gelesen werden kann.
    Das Review-System ist komplett unabhängig von den Publikationssystemen wie ACM Portal etc.

    >Und gemäß h-Index-Kreisgewichse reputables impliziert eine gewisse Größe, da der h-index auf die Anzahl der Publikationen beschränkt ist.
    Das Journal kriegt >100 Papiere pro Jahr rein, also ja, "gewisse Größe" würde ich dem schon geben.

    >Felix' Eindruck ist nach wie vor dass >>32253 sich weite Teile seiner Story aus dem Arsch gezogen hat, weil das hinten und vorne nicht zusammenpasst.
    Immer daran denken, alle Pfosten hier sind frei erfunden und nur ein Wahnsinniger würde irgendetwas für bare Münze nehmen. Gilt natürlich auch für deine Pfosten. So ist das Bilderbrettleben. :3

  • [l] Benutzt hier jemand Zoom unter Windows? Oder vielleicht ... Effe ## Mod Fri, 10 Jul 2020 11:35:33 GMT Nr. 32314
    JPG 793×457 75.9k
    Benutzt hier jemand Zoom unter Windows [0]? Oder vielleicht Juniper-Router [1]?

    [0] https://blog.0patch.com/2020/07/remote-code-execution-vulnerability-in.html
    [1] https://kb.juniper.net/InfoCenter/index?page=content&id=JSA11024&actp=METADATA

    https://blog.fefe.de/?ts=a1f692fd
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 11:50:13 GMT Nr. 32317
    JPG 413×629 76.3k
    >>32314
    >Zoom
    >Windows
    Will Fefe seine Leserschaft beleidigen?
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 14:45:50 GMT Nr. 32333
    >>32317
    Mit jedem einzelnen Post.

  • [l] Gute Nachrichten! In Dresden Neustadt wird das Internet ... Effe ## Mod Wed, 08 Jul 2020 16:54:06 GMT Nr. 32136
    JPG 400×408 37.2k
    Gute Nachrichten! In Dresden Neustadt wird das Internet abgeschaltet [0].

    Das war eigentlich ein Antrag der FDP, an zwei Sonntagen im Herbst den Einzelhandel öffnen zu lassen. Daraufhin hat die PARTEI einen Änderungsantrag eingebracht, dass man aus dem Einzelhandel das Internet und aus öffnen abschalten macht, und der wurde dann angenommen.

    Das alleine ist ja schon großartig. Aber wartet, die Pointe kommt noch.

    >„Ich wollte deutlich machen, dass das Internet natürlich die größte Konkurrenz ist und es nicht mit einzelnen verkaufsoffenen Sonntagen getan ist. Und ich fand die Idee der Partei witzig“, erklärte Ulla Wacker von den Grünen gegenüber „Bild“, wieso sie dem Antrag zustimmte.

    Die tut jetzt einfach so, als habe sich absichtlich dafür gestimmt! Ein seltener Einblick in die innere Funktionsweise von der Politik. Wobei Menschen ja genau so funktionieren, auch wenn das keiner wahrhaben will. Wir entscheiden erst und rechtfertigen dann später. Ganz selten kommt die Ratio schon bei der Entscheidungsfindung zum Einsatz. Das ist eher die Ausnahme.

    [0] https://www.mz-web.de/sachsen/irrer-beschluss-dresdner-lokalpolitiker-wollen-das-internet-abschalten-36981828

    https://blog.fefe.de/?ts=a1fb39c5
14 Antworten nicht angezeigt.
  • [l] Felix Thu, 09 Jul 2020 08:46:14 GMT Nr. 32217
    >>32197
    Dies *ist* eine Notsituation (Vorsicht, Link geht zu PDF): https://ratsinfo.dresden.de/getfile.php?id=481712&type=do&
    >aufgrund des abgesagten Neustädter Frühlings sowie der Bunten Republik Neustadt
    Neustädter Frühling! Und die Bunte Republik Neustadt! Abgesagt wegen Corona!

    P.S: CDU ist mett:
    >Lutz Barthel, Vorsitzender der CDU-Neustadt: „Der Neustädter Stadtbezirksbeirat hat durch diesen mehrheitlichen Beschluss wieder einmal seine weltfremde, bürger- und wirtschaftsfeindliche Einstellung manifestiert. In dieser Form und Zusammensetzung kann dieses Gremium einfach nicht ernstgenommen werden, denn verantwortungsvolle und problemlösungsorientierte Politik wird dort nicht gemacht.“
  • [l] Felix Thu, 09 Jul 2020 12:33:40 GMT Nr. 32243
    >>32196
    Fefen schon. *schmatz*
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 10:41:05 GMT Nr. 32309
    >>32217
    Hab zuerst gelesen:
    >Vorsicht, Link geht zu FDP
    ...
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 11:08:16 GMT Nr. 32312
    >>32309
    Passt auch:
    >Das war eigentlich ein Antrag der FDP

  • [l] Wer annahm, nach so viel Dauerverkacken aus dem Verkehrsministerium ... Effe ## Mod Mon, 06 Jul 2020 09:08:00 GMT Nr. 31925
    PNG 500×506 266.8k
    Wer annahm, nach so viel Dauerverkacken aus dem Verkehrsministerium würde der Scheuer-Andi wenigstens den neuen Bußgeldkatalog ohne Formfehler hinkriegen, der irrt sich [0].

    [0] https://www.sueddeutsche.de/auto/scheuer-bussgeldkatalog-blamage-1.4957243

    https://blog.fefe.de/?ts=a1fc290b
20 Antworten nicht angezeigt.
  • [l] Felix Wed, 08 Jul 2020 13:36:20 GMT Nr. 32115
    >>32033
    >Und auch kein polynomielles Wachstum (t^2.32), weil das nur in der Anfangsphase galt.
    Äh, das ist ja gerade der Witz bei einem kritischen Exponenten, dass der das Verhalten nahe des kritischen Punkts beschreibt, weil es eine Entwicklung in t-tc ist. Von daher ist der Vergleich überhaupt nicht abwegig, wenngleich vom Autor wahrscheinlich so nicht gewollt.
  • [l] Felix Thu, 09 Jul 2020 12:45:20 GMT Nr. 32245
    >>32115
    >kritischen Exponenten
    >das Verhalten nahe des kritischen Punkts
    >Entwicklung in t-tc
    Was? Schwätz deutlich, Junge!

    1. Nichts heißt irgendwo in der Publikation "kritischer Exponent". Und die einzigen Angaben zu "kritischer Exponent", die ich finden konnte, kommen aus dem Bereich der Thermodynamik zu Phasenübergängen von Stoffen. Bitte definierte den Begriff "kritischer Exponent" und zeig im Papier, wo der auftaucht. Bisher ist dein "kritischer Exponent" nämlich nur ein Wünsch-dir-was, so wie er dir in den Kram passt.
    2. Der Exponent 2,32 ist nicht Teil des SIR-X-Modells, sondern das t^2,32 ist einfach nur ein Fit an das anfängliche Wachstum der Realdaten. Das ist aber vom Modell komplett unabhängig. Das Modell soll jedoch natürlich auch ein guter Fit an die Realdaten sein. Trotzdem ist der Exponent 2,32 nicht Teil des Modells.
    3. Wo soll da ein "kritischer Punkt" in der Entwicklung sein? Ein logistisches Wachstum bremst sich sozusagen selbst, was im Paper auch mit "exponential depletion of susceptibles" bezeichnet wurde. Da "kippt" auch nichts, wie bei einem Phasenübergang von Stoffen, sondern alle Ableitungen sind stetig.

    Und zum Punkt 3: Ein Bremsweg bremst sich nicht selbst. Die zweite Ableitung wird gerade nicht negativ.
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 10:03:15 GMT Nr. 32303
    >>32245
    >Was?
    Sag ich ja, dass dir da die Grundkenntnisse fehlen. Lies halt in einem Standard-Lehrbuch zu kritischen Phänomenen nach, der Chaikin-Lubensky oder der Kerson Huang sind ganz brauchbar.
    >Nichts heißt irgendwo in der Publikation "kritischer Exponent".
    Naja, das heißt ja erstmal nix. In Science würde ich irgendwelche Virologen auch nicht mit sowas verunsichern wollen.
    >Und die einzigen Angaben zu "kritischer Exponent", die ich finden konnte, kommen aus dem Bereich der Thermodynamik zu Phasenübergängen von Stoffen.
    Phasenübergänge gibt es auch in Nichtgleichgewichts-Systemen. Im Kontext von Epidemien dürfte der bekannteste Phasenübergang der im SIR-Modell bei einer kritischen Reproduktionsrate von R_0 = 1 sein.
    >Der Exponent 2,32 ist nicht Teil des SIR-X-Modells, sondern das t^2,32 ist einfach nur ein Fit an das anfängliche Wachstum der Realdaten. Das ist aber vom Modell komplett unabhängig.
    Ist er das? Im Ising-Modell geht die Magnetisierung wie t^0.3264 (t: reduzierte Temperatur). Wo finde ich 0.3264 in der Beschreibung des Modells? Genau. Hier ist das ganze natürlich ein bisschen einfacher, weil du alles in Mean-Field rechnen kannst (sprich, die gekoppelten DGLs), aber der nichttriviale Zusammenhang zwischen Exponent und Modellparametern existiert auch, siehe Supplementary Text.
    >Wo soll da ein "kritischer Punkt" in der Entwicklung sein?
    t^2.32 ist nichtanalytisch für t=0.
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 11:08:11 GMT Nr. 32311
    GIF 576×2992 289.7k
    >>32303
    Ich habs mir doch gedacht. Ein Physiker, der dachte, er könnte zu jedem Fachgebiet was sagen.
    Physik der kondensierten Materie und Ferromagnetismus sind das gleiche wie eine Virusepidemie, muss man wissen! Bild relatiert.

    >Sag ich ja, dass dir da die Grundkenntnisse fehlen. Lies halt in einem Standard-Lehrbuch zu kritischen Phänomenen nach, der Chaikin-Lubensky oder der Kerson Huang sind ganz brauchbar.
    >Naja, das heißt ja erstmal nix. In Science würde ich irgendwelche Virologen auch nicht mit sowas verunsichern wollen.
    Hier kein Argument.

    >Phasenübergänge gibt es auch in Nichtgleichgewichts-Systemen. Im Kontext von Epidemien dürfte der bekannteste Phasenübergang der im SIR-Modell bei einer kritischen Reproduktionsrate von R_0 = 1 sein.
    Also wird jetzt doch noch ein anderer kritischer Punkt aus dem Hut gezaubert.

    >Ist er das? Im Ising-Modell geht die Magnetisierung wie t^0.3264 (t: reduzierte Temperatur). Wo finde ich 0.3264 in der Beschreibung des Modells? Genau. Hier ist das ganze natürlich ein bisschen einfacher, weil du alles in Mean-Field rechnen kannst (sprich, die gekoppelten DGLs), aber der nichttriviale Zusammenhang zwischen Exponent und Modellparametern existiert auch, siehe Supplementary Text.
    Leider kippt da nichts, auch wenn die Kurve, würde man sie mit einer Exponentialfunktion fitten, einen Exponenten >2.32 hätte, wie man im Paper an Jiangxi mit einen Exponenten von 2.75 sieht. Der benannte Exponent 2.32 ist tatsächlich einfach nur der Fit für diese Datenmenge zu Hubei, und nichts, was sich inhärent aus dem Modell ergeben würde.

    >t^2.32 ist nichtanalytisch für t=0.
    Wie gut, dass man das nur für t>1 betrachtet.
    Auch: Es ging um Diskontinuitäten der Ableitungen, Ableitungen werden für das Innere des Definitionsgebietes betrachtet, da ist logischerweise 0 nicht Teil von.

    Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeigen. Dafür bräuchte es aber eines Beweises (und damit meine ich tatsächlich mathematischen Beweises), dass bestimmte analytische Eigenschaften beim Modell bei einem Exponenten von 2 bzw. 2.32 oder dergleichen auftreten - und nicht bei anderen Exponenten.

  • [l] Leserbrief zu Plagiatsjägern:Nach über 10 Jahren ... Effe ## Mod Wed, 08 Jul 2020 12:36:42 GMT Nr. 32104
    JPG 424×323 18.7k
    Leserbrief zu Plagiatsjägern:

    >Nach über 10 Jahren Promoventenbetreuung und dem schreiben einer eigenen Promotion und Habilitation muss ich Dir erstmal Recht geben. Eine Doktortitel ist bei weitem kein allgemeines Qualitätsmerkmal mehr. Im Gegenteil in einige Bereichen ist es eher ein Zeichen von "Ich will mit der Realität nichts mehr zu tun haben" oder "die Realität will mit mir nichts mehr zu tun haben".
    >Aber das ist nur nebenein ein Punkt der diese Mail erzeugt hat.
    >Ich würde mit Blick auf die Plagiatsjäger gern noch einen Punkt setzen. Die Art wie was zitiert wird ist in den verschiedenen Wissenschaften sehr unterschiedlich.
    >In den Ingenieurwissenschaften (da sehe ich auch die Informatik) geht es da eher darum zu zeigen, das man die Grundlagen und die einschlägigen aktuellen Arbeiten der "anderen" [zur Kenntnis genommen hat]. Sprich es würde erwartet, dass die passenden Fachartikel genannt werden.
    >In den Naturwissenschaften ist man schon etwas strenger und will nicht nur die Paper sehen sondern (da die meist länger sind) auch Seitenzahlen.
    >In beiden Bereichen wird aber üblicherweise nicht erwartet, das man (mit Ausnahme von Definitionen) irgendwas wörtlich zitiert.
    >Die Geisteswissenschaftler sind da ganz anders drauf. Hier gilt nur das wörtliche Zitat als wirklich richtig zitiert.
    >Problematisch wird das, wenn man über grundlegend bekannte Dinge schreibt, die man nur in einem begrenzten Umfang anders formulieren kann. Bei den Plagiatsjägern (die meist aus der Geisteswissenschaftsecke kommen) führt das regelmäßig dazu, das sie ingenieurwissenschaftliche Arbeiten zerreißen, weil irgendwann jemand die technische Grundlage genau so oder so ähnlich formuliert und das nicht als wörtliches Zitat gekennzeichnet sondern nur mit der allgemeinen Quelle versehen ist.
    >Hier haben wir also mal wieder ein Kulturenproblem.
    >Und auch aus diesem Grund (Ich mag die Internetpranger auch nicht. Wer Plagiatsprüfung als Hobby macht soll sich and die zuständigen Fakultäten wenden und den offiziellen Prozess einleiten und nicht nur einfach Leute offen beschuldigen.) bin ich gegen diese Plagiatsprüfseiten.

    https://blog.fefe.de/?ts=a1fb7dbe
9 Antworten nicht angezeigt.
  • [l] Felix Thu, 09 Jul 2020 20:15:23 GMT Nr. 32272
    >>32247
    3 von 209 Plagiaten sind naturwissenschaftlich.
    Ausnahmen bestätigen die Regel: in der Naturwissenschaft muss man eben echte Arbeit leisten.
  • [l] Felix Thu, 09 Jul 2020 21:03:35 GMT Nr. 32274
    >>32272
    Ganz ehrlich: Mehr als wörtliche Übernahmen zu finden können die im VroniPlag-Wiki auch nicht. Als ob jemand dort ankäme und sagen würde "der Dissertationsersteller hat seine Ideen hier aus diesem unzitierten Paper geklaut, er hatte keine eigenen Ideen". Dafür müsste man schließlich den Inhalt verstehen und das Fachgebiet kennen.
  • [l] Felix Thu, 09 Jul 2020 21:11:44 GMT Nr. 32275
    >>32274
    Man erwischt eben nur die dümmsten und das ist gut so. Ideen werden so weiterverbreitet und vielleicht bleibt was hängen.
  • [l] Felix Fri, 10 Jul 2020 10:39:19 GMT Nr. 32307
    >>32274
    Man kann von jemandem, der sich wenigstens die Mühe macht, einen von anderen verfassten Text sinngemäß umzuformulieren, erwarten, dass er sich mit dem Thema etwas näher beschäftigt hat, als einer der bloß kopierpastiert.


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