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  • [l] Deine Frau ist irgendwo unterwegs und du weißt nicht, ... Effe ## Mod Wed, 13 Feb 2019 14:24:54 GMT Nr. 7255
    JPG 361×383 21.1k
    Deine Frau ist irgendwo unterwegs und du weißt nicht, wo?

    Sie hat einen eigenen Pass und könnte möglicherweise ohne deine Erlaubnis ausreisen?

    Kein Problem! Da gibt es eine App für [0]! Android und Apple!

    >Das geht soweit, dass sie einen Alarm erhalten, wenn ihre Frauen mit Hilfe ihres Passes die Grenze passieren oder ein Flugzeug betreten wollen. Sie sind dann sogar dazu in der Lage, dieses zu verhindern.

    o_O

    Wir können jetzt viel über die App meckern, aber das ist m.W. Rechtslage in Saudi Arabien. Dass die damit durchkommen finde ich echt erschütternd.

    [0] https://www.heise.de/-4307949

    https://blog.fefe.de/?ts=a29ae737
  • [l] Update Effe ## Mod Wed, 13 Feb 2019 16:10:24 GMT Nr. 7259
    @@ -12,0 +13,4 @@
    +[b]Update[/b]: Leserbrief dazu:
    +
    +>das geht weiter.. vor 2 Jahren war ich in Abu Dhabi zu Besuch bei meinem Bruder, als wir am Wochenende in den Oman gefahren sind bekam er bei der Grenzüberschreitung mehrere SMS von den Behörden, dass seine Frau (auch europäisch) soeben das Land verlassen habe, wir waren alle erst irritiert, dann schockiert... Also, in Abu Dhabi ist das eine Gratis-Dienstleistung der Behörden, ohne Anmeldung, selbst für Expats!
    +
  • [l] Felix Wed, 13 Feb 2019 16:26:18 GMT Nr. 7261
    Sehe das Problem nicht, die Leute tracken doch ihre Autos und Iphones aus Sorge vor Diebstahl.
    Die Frau doch weit wertvoller. Der Aufschrei scheint mir auch geheuchelt, wollen die Frauen etwa gestohlen werden?
  • [l] Säge Säge Wed, 13 Feb 2019 18:45:49 GMT Nr. 7271 SÄGE
    >wir waren alle erst irritiert, dann schockiert

    Jaja, aber die Musels kann man schön weiter importieren und wenn es in Deutschland auch mal so läuft will keiner was davon gewusst haben.

  • [l] Zu Huawei kam noch die Frage rein, wieso das erst jetzt ... Effe ## Mod Wed, 13 Feb 2019 13:58:49 GMT Nr. 7252
    JPG 514×640 181.0k
    Zu Huawei kam noch die Frage rein, wieso das erst jetzt bei 5G plötzlich so hochkocht. Ob 5G irgendwie gefährlicher ist als die davor.

    Erstmal, rein technisch: Nein, 5G ist nicht gefährlicher. Inhaltlich ist "5G" eh praktisch vollständig Marketing-Geblubber. Das ist im Wesentlichen die identische Technologie wie LTE, aber das Frequenzspektrum soll langfristig erweitert werden. Ihr solltet generell alle, die euch was von "soundsovielte Generation" erzählen, als Marketing-Idioten betrachten, die euch über den Tisch zu ziehen versuchen (nicht nur bei Mobilfunk, auch Intel macht das bei ihren Prozessoren). Das ist Bauernfängerei. Richtet euch nach dem technischen Details, nicht nach irgendwelchen nebulösen "Generation"-Ansagen. Seriöse Anbieter benutzen solche Terminologie nicht.

    Dass das jetzt bei 5G so hochkocht, liegt daran, dass Chinas Strategie funktioniert. Die haben in praktisch allen Hochtechnologiesparten den Markt komplett übernommen, indem sie billiger fertigen als alle anderen, einen riesigen Markt haben, und ausländischen Marktteilnehmer zwingen, bei Produktion in China einen chinesischen Partner im Boot zu haben. Daher haben praktisch alle westlichen Tech-Unternehmen mit Fertigung Joint Ventures in China. Huawei hatte ein Joint Venture mit 3com, einem Konkurrenten von Cisco. Als die Kooperation fertig war, hat Huawei die Rechte am Code gekauft und die restlichen rauchenden Trümmer an HP weiterverscheuert. Es gab dann irgendwann ein Gerichtsverfahren von Cisco gegen Huawei, die hätten von ihnen den Code geklaut. Hier ist die Heise-Meldung von damals [0]. Die Auflösung von dem Verfahren war, dass Huawei diese Reihe von Routern eingestellt und nur noch die aus dem 3com-Joint-Venture verkauft hat. Das wurde damals von vielen Beobachtern als Eingeständnis gewertet, dass die beanstandeten Router tatsächlich von Cisco geklauten Code drauf hatten. Ich habe da keinen Codevergleich angestellt und kann das daher nicht beurteilen, aber die Ähnlichkeiten waren wohl echt überwältigend, inklusive von Bugs bei Huawei, die Cisco in ihrem Fork schon gefixt hatte.

    Jetzt bietet sich natürlich eine schöne Verschwörungstheorie an: Der Westen hat kein Problem mit Huawei, solange deren Code auf kopierten Westcode basiert, wo die Dienste die Sicherheitslücken kennen oder selber eingebaut haben, aber die erste Generation von Huawei-Produkten, die auf eigenem Code entwickelt, da werden die plötzlich nervös.

    Das passt zwar zeitlich halbwegs, aber wie ich anderenorts schon schrieb: Huawei ist mit ihrem Quellcode sehr offen und lässt diverse Regierungen reingucken. Westliche Dienste sollten kein Problem haben, auch da Sicherheitslücken zu finden, wenn sie nur ein bisschen gucken. Huawei ist nicht für ihre überdurchschnittlichen Security-Fähigkeiten bekannt (wobei das Niveau aber generell eher niedrig ist in der Branche).

    Ich glaube, das kocht jetzt so hoch, weil die Strategie ist, jetzt anlässlich der drohenden Milliarden-Investitionen für den "5G-Ausbau" einen Präzedenzfall für "Huawei geht gar nicht" zu schaffen und dann den Austausch der ganzen alten Huawei-Infrastruktur für die älteren Standards zu erzwingen. Für mich sieht das alles wie ganz normale Industrieförderung der Amerikaner aus, natürlich mit dem schönen Seiteneffekt, dass die Welt dann amerikanische Produkte einsetzt, bei denen die NSA die Exploits schon fertig in der Tasche hat.

    [0] https://www.heise.de/-73521

    https://blog.fefe.de/?ts=a29ae2ad
  • [l] Update Effe ## Mod Wed, 13 Feb 2019 14:19:52 GMT Nr. 7254
    @@ -12,0 +13,2 @@
    +[b]Update[/b]: Das stimmt nicht ganz, dass 5G und LTE dasselbe sind. Es gibt schon Änderungen. Das Signaling wird von Diameter [i][1][/i] auf JSON+HTTP/2 umgestellt. Das eröffnet ganz neue Angriffe, weil das existierende Tooling für Angreifer besser ist.
    +
    @@ -13,0 +16 @@
    +[i][1] https://de.wikipedia.org/wiki/Diameter_(Protokoll)[/i]

  • [l] Diese Huawei-Nummer wird immer absurder. Aktuelle Gerüchtelage ... Effe ## Mod Wed, 13 Feb 2019 02:29:54 GMT Nr. 7233
    PNG 500×506 266.8k
    Diese Huawei-Nummer wird immer absurder. Aktuelle Gerüchtelage ist, dass unser Heimathorst das TKG ändern will, um Huawei auszuschließen [0]. Das geht so natürlich nicht, da kann man nicht einfach schreiben "Chinesen dürfen nicht liefern", das wäre juristisch angreifbar und offensichtlich wettbewerbsverzerrend. Daher muss man einen Weg finden, wie man das so formuliert, dass es für alle gilt, aber nur Huawei tatsächlich betrifft. Die Lösung des Innenministers?

    >Demnach sollen künftig die Lieferanten der Netzbetreiber ihre Produkte unter Sicherheitsaspekten zertifizieren lassen und Sicherheitsgarantien abgeben. Diese Auflagen würden dann für alle gelten.

    Wie üblich in der Politik klingt das kraftvoll und agil aber ist tatsächlich bloß heiße Luft. Security-Zertifikate gibt es wie Sand am Meer. Die einzigen, die sowas wie eine Aussage haben, sind amtliche Zertifikate nach Common Criteria, die werden dann vom BSI zertifiziert und da gibt es verschiedene Abstufungen (die tatsächliche technische Prüfung führt aber auch das BSI nicht selbst durch sondern beauftragt damit andere). Das Spektrum geht von Bullshit-Blablah über Quellcode-Audits bis hin zu formaler Verifikation. Ich weiß aus zuverlässiger Quelle, dass solche Zertifikate nie verweigert werden, sondern bloß wie beim TÜV Bedingungen gestellt werden, die halt Zeit und Geld kosten, und so eine Zertifizierung braucht dann auch mindestens ein Jahr, so als Hausnummer. Es geht hier um 5G. Die Hersteller sind froh, bei 5G überhaupt was anbieten zu können. Keiner der Hersteller kann da formale Verifikation vorweisen.

    Die eigentliche Schranke ist daher meinem Verständnis nach, dass man von Huawei verlangen würde, dass sie ihren Quellcode rausrücken, damit der ordentlich auditiert werden kann. Und in der Tat ist das für viele Branchen und Unternehmen direkt ein Ausschlusskriterium. Allerdings nicht für Huawei. Hauwei hat bereits mit den Briten und Australien entsprechende Vereinbarungen unterschrieben, und die laufen auch schon seit vielen Jahren. Zwei der Five Eyes hatten also schon Zugriff, dann kann man das auch dem Rest der Welt zeigen. Und in der Tat erzählte mir heute ein Kumpel, dass Huawei in Brüssel ein Cyber Security Zentrum eröffnet hat, wo EU-Regierungen Einblick in den Quellcode nehmen können, und auditieren lassen, bis sie blau anlaufen.

    Soviel also zur ersten Seehofer-Anti-Huawei-Forderung. Die ist damit ein Rohrkrepierer. Die zweite war: Sicherheitsgarantien abgeben. Da kann ich ja nur heiser lachen. Wer mein Blog schon länger liest, weiß, wie häufig ich hier aktuelle Cisco-Fuckups verlinke. Cisco ist besonders schlimm, aber die anderen Hersteller sind nicht so viel besser, dass sie ernsthaft Sicherheitsgarantien geben könnten im Sinne von "Sicherheitsschwankungen gibt es nicht, sonst haften wir". Das ist völlig illusorisch. Die kochen alle mit altem Spülwasser. Daher wird damit eher etwas gemeint sein wie "garantiert Updates innerhalb von diesem Zeitrahmen", und das kann Huawei natürlich genau so anbieten wie alle anderen. Das ist also auch ein Rohrkrepierer.

    So und jetzt haben wir zwei Möglichkeiten. Entweder unser Horst ist zu blöde, um eine Formulierung zu finden, die Huawei wirklich ausschließt — ooooder unser Horst ist so schlau, den Amis eine Nebelwand-Formulierung hinzulegen, um die ruhigzustellen, damit dann doch alle Huawei kaufen (weil die preislich einfach mal die Hälfte der Konkurrenz aufrufen), und den Amis zu sagen, es tut uns leid, wir haben unser Bestes gegeben. Da bin ich gerade ein bisschen in der Zwickmühle. Ich würde mir natürlich gerne vorstellen, dass unser Innenminister schlau genug ist, die Amis so zu verarschen. Aber … der Seehofer?! Da fehlt mir gerade dir Vorstellungsgabe dafür.

    [0] https://www.heise.de/-4307334

    https://blog.fefe.de/?ts=a29d407d
  • [l] Update Effe ## Mod Wed, 13 Feb 2019 02:34:53 GMT Nr. 7234
    @@ -7 +7 @@
    -Die eigentliche Schranke ist daher meinem Verständnis nach, dass man von Huawei verlangen würde, dass sie ihren Quellcode rausrücken, damit der ordentlich auditiert werden kann. Und in der Tat ist das für viele Branchen und Unternehmen direkt ein Ausschlusskriterium. Allerdings nicht für Huawei. Hauwei hat bereits mit den Briten und Australien entsprechende Vereinbarungen unterschrieben, und die laufen auch schon seit vielen Jahren. Zwei der Five Eyes hatten also schon Zugriff, dann kann man das auch dem Rest der Welt zeigen. Und in der Tat erzählte mir heute ein Kumpel, dass Huawei in Brüssel ein Cyber Security Zentrum eröffnet hat, wo EU-Regierungen Einblick in den Quellcode nehmen können, und auditieren lassen, bis sie blau anlaufen.
    +Die eigentliche Schranke ist daher meinem Verständnis nach, dass man von Huawei verlangen würde, dass sie ihren Quellcode rausrücken, damit der ordentlich auditiert werden kann. Und in der Tat ist das für viele Branchen und Unternehmen direkt ein Ausschlusskriterium. Allerdings nicht für Huawei. Hauwei hat bereits mit den Briten und Australiern entsprechende Vereinbarungen unterschrieben, und die laufen auch schon seit vielen Jahren. Zwei der Five Eyes hatten also schon Zugriff, dann kann man das auch dem Rest der Welt zeigen. Und in der Tat erzählte mir heute ein Kumpel, dass Huawei in Brüssel ein Cyber Security Zentrum eröffnet hat, wo EU-Regierungen Einblick in den Quellcode nehmen können, und auditieren lassen, bis sie blau anlaufen.
    @@ -12,0 +13,2 @@
    +[b]Update[/b]: Noch ein Gedanke am Rande: Zertifizierung ist inhaltlich die Antithese zu agiler Softwareentwicklung. Eigentlich ist es schockierend, dass Hersteller das überhaupt mitmachen. Windows hat mal eine Zertifikation gekriegt, und das war dann unter praxisnahen Annahmen wie "hat kein Diskettenlaufwerk und keine Netzwerkkafte". Das ist lange her, sieht man ja schon an den Diskettenlaufwerken, die damals noch üblich waren. Ein Zertifikat ist natürlich wertlos und müsste neu gemacht werden, wenn die Software gepatcht wird. Aber wir patchen schneller als wir ein Zertifikat nachprüfen können. Insofern kann eigentlich grundsätzlich kein Softwareprodukt ein Security-Zertifikat haben oder gar damit werben, das den Namen auch verdient. Entweder das Zertifikat trifft zu, aber dann wurde die Software nicht mehr gepatcht seit dem und ist deshalb unsicher, oder es gab Patches aber dann zertifiziert das Zertifikat nicht die eingesetzte Version und ist damit hinfällig.
    +
  • [l] Update Effe ## Mod Wed, 13 Feb 2019 03:47:25 GMT Nr. 7236
    @@ -14,0 +15,4 @@
    +[b]Update[/b]: Übrigens sei nochmal der Hinweis gestattet, dass wir bei Huawei keinerlei Unterlagen haben, die beweisen würden, dass Geheimdienste Hintertüren einbauen. Bei Cisco gab es solche Unterlagen in den Snowden-Unterlagen.
    +
    +[b]Update[/b]: Und noch eine Bemerkung am Rande: Hier geht es jetzt erstmal nur um 5G, aber bei der Verbreitung in existierenden Netzen (LTE z.B.) ist Huawei sehr stark. Man muss diesen Vorstoß der Amerikaner jetzt also so lesen, dass die den Fuß in die Tür kriegen wollen. Wenn die EU jetzt tatsächlich beschließt, dass Huawei nicht in unserer kritischen Infrastruktur eingesetzt werden darf, dann müsste man ja auch die alte Hardware aus den Racks reißen und durch andere Hardware ersetzen. Wir reden da von Milliardenkosten!
    +
  • [l] Update Effe ## Mod Wed, 13 Feb 2019 13:27:46 GMT Nr. 7249
    @@ -18,0 +19,2 @@
    +[b]Update[/b]: Stellt sich raus: Huawei hat auch in Bonn schon seit November 2018 ein "Security Innovation Lab" [i][1][/i], wo sie dem BSI Quellcodeanalysen ermöglichen wollen.
    +
    @@ -19,0 +22 @@
    +[i][1] https://www.golem.de/news/5g-huawei-eroeffnet-security-lab-in-bonn-1811-137768.html[/i]
  • [l] Felix Wed, 13 Feb 2019 13:54:24 GMT Nr. 7251
    >>7249
    >Stellt sich raus: ...
    Ja, wenn man den Text erst bis zum Ende liest, bevor man eine Meinungsäußerung dazu verfasst.

  • [l] Die verbleibenden Mitglieder von Buzzfeed USA schließen ... Effe ## Mod Wed, 13 Feb 2019 03:42:10 GMT Nr. 7235
    PNG 435×334 91.4k
    Die verbleibenden Mitglieder von Buzzfeed USA schließen sich einer Gewerkschaft an [0]. Und ihre erste Forderung ist:

    >We're uniting to demand an agreement that addresses unfair pay disparities, guarantees a diverse newsroom, and gives us the rights to our creative works.

    Ich befürchte, dass sie da schlecht beraten wurden. Das sind drei Forderungen. Buzzfeed kann die erste trivial erfüllen, ohne dem Newsroom tatsächlich substanziell zu helfen. Dann können die die zweite halbherzig mit irgendwelchen Nebelwand-Aktionen "erfüllen" und den Teil mit den "rights to our creative works" ablehnen. Das sind Verhandlungen, da wird ein Kompromiss rauskommen. Buzzfeed wird sich den einfachen Teil raussuchen und den Teil, um den es eigentlich ging, ablehnen.

    Oder vielleicht war das mit den Rechten am eigenen Content auch bloß Nebelwand, das da nur reingetan wurde, damit Buzzfeed was zum Ablehnen hat und sich beim Rest stärker verpflichtet fühlt. Das kann natürlich auch sein.

    Die nächste Forderung ist, dass "freiberufliche Subunternehmer" gleich behandelt werden wie Festangestellte. Da frage ich mich, ob das nicht auch nach hinten losgeht, indem Buzzfeed dann halt nicht die "permalancer" (schöner Begriff übrigens, finde ich) aufstockt sondern die Festangestellten schlechter stellt.

    Wie dem auch sei: Das mit der Diversity ist glaube ich neu. Normalerweise fordert man mehr Geld, bessere Arbeitszeiten, Sozialleistungen und so, nicht "more diverse newsroom". Oder kennt da jemand andere, ähnliche Fälle?

    Meine Intuition wäre gewesen, dass "more diverse newsroom" eher eine Forderung der Kapitalistenseite ist, weil die sich denken, wenn sie da "aus Diversitygründen" einen Azubi aus der El Salvador reinnehmen, dass der dann mit weniger Gehalt zufrieden ist und sie so Geld sparen.

    [0] https://twitter.com/bfnewsunion/status/1095463415563325440/photo/1

    https://blog.fefe.de/?ts=a29d51e0

  • [l] Bei der Nord Stream-Geschichte habt ihr euch vielleicht ... Effe ## Mod Tue, 12 Feb 2019 11:02:25 GMT Nr. 7200
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    Bei der Nord Stream-Geschichte [0] habt ihr euch vielleicht gewundert, wieso die Amerikaner so vehement dagegen sind, dass Europa Erdgas von den Russen kauft. Und dann werdet ihr euch vielleicht gefragt haben, ob die USA eigentlich auch Erdgas exportieren. Die Nachdenkseiten erklären den Winkel der Geschichte mal [1]. Ja, die USA verkaufen auch Erdgas.

    Das heißt nicht, dass sie nicht Russland austrocknen wollen, wie sie schon den Iran und Syrien und Venezuela auszutrocknen versucht haben. Ich bin ja immer wieder fasziniert, wie viele Länder der Erde sich von den Amerikanern vorschreiben lassen, mit wem sie Handel treiben dürfen.

    [0] https://blog.fefe.de/?ts=a2a2a40f
    [1] https://www.nachdenkseiten.de/?p=49210

    https://blog.fefe.de/?ts=a29c6750
  • [l] Felix Wed, 13 Feb 2019 00:04:54 GMT Nr. 7230
    Putin stark!!!
  • [l] Felix Wed, 13 Feb 2019 00:36:51 GMT Nr. 7231
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    JPG 1024×1024 54.6k
    >>7200
    >Bei der Nord Stream-Geschichte habt ihr euch vielleicht gewundert, wieso die Amerikaner so vehement dagegen sind, dass Europa Erdgas von den Russen kauft.
    *ROTFL*

  • [l] In England gab es gerade eine tolle Klage gegen das ... Effe ## Mod Tue, 12 Feb 2019 12:10:22 GMT Nr. 7202
    GIF 300×302 11.4k
    In England gab es gerade eine tolle Klage gegen das Gender Pay Gap [0]. Eine Top-Bankerin fühlte sich ungerecht behandelt und klagte gegen die Bank. Bei dem Tribunal kam dann raus, dass sie mehr haben wollte als ihr Boss und der Boss von ihrem Boss.

    >It found that associate director Ms Ball was, in fact, paid more than all but one of the male counterparts in her commercial banking team. It rejected her claims of gender discrimination, equal pay and victimisation.

    Ihre Performance war wohl auch eher mittelmäßig, und:

    >She has been off work on sick leave since September last year when she was turned down for a director’s role.

    Schöne Charmeoffensive! Mit so jemandem will man doch zukünftig vertrauensvoll zusammenarbeiten!1!!

    Es hilft natürlich auch nicht, dass das Gehirn einen da bescheißt, und sich eine Ablehnung negativer anfühlt als sich 10 mal gelobt werden positiv anfühlen.

    [0] https://www.standard.co.uk/news/london/banker-s-400k-sexism-claim-against-gentlemen-s-club-coutts-rejected-a4058826.html

    https://blog.fefe.de/?ts=a29c7775
  • [l] Felix Tue, 12 Feb 2019 13:54:30 GMT Nr. 7210
    >das Gender Pay Gap
    Das Abstand? Das Lücke? Das Kluft? Das Lücke?

    >victimisation
    Dagegen kann man in UK klagen?
  • [l] Felix Tue, 12 Feb 2019 14:47:21 GMT Nr. 7211
    Gap ist im Deutschen Neutrum.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Fulda_Gap#/media/File:Fulda_Gap_Terrain_Features.png
  • [l] Felix Tue, 12 Feb 2019 19:19:10 GMT Nr. 7224
    Lieber Fulda-Gap and Brain-Gap
  • [l] Felix Tue, 12 Feb 2019 20:42:13 GMT Nr. 7225
    Ich hoffe es beginnt sich jetzt langsam rumzusprechen, was für eine riesige Lüge und Beschiß dieser Pay Gap ist.

  • [l] Ich hoffe, ihr kennt (den inzwischen leider verstorbenen) ... Effe ## Mod Tue, 12 Feb 2019 12:47:13 GMT Nr. 7203
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    Ich hoffe, ihr kennt (den inzwischen leider verstorbenen) Hans Rosling. Hier ist ein repräsentatives Video [0].

    Der war er bekannteste Vertreter eines Narrativs, dass die Welt gar nicht immer beschissener wird, wie man denken könnte, wenn man den Medien glaubt. In den letzten Jahren hört man diese Perspektive immer mal wieder auch von anderen, z.B. bei Steven Pinker [1] (siehe auch sein Buch Enlightenment Now) und als Bill Gates etwas in die Richtung tweetete [2], da war es dann zuviel und im Guardian kam dieser Artikel, der das bestritt [3]. Das ist sehr spannend, weil es a) öffentlich, b) zwischen gebildeten Menschen und c) zumindest partiell faktenbasiert ablief. Und so gibt es eine Antwort von Steven Pinker [4] (die allerdings aus einer E-Mail an jemanden Dritten war, daher auch von der Form her ein bisschen unterhalb des sonst von Pinker gewohnten Standards finde ich), und eine Gegenantwort von Jason Hickel [5].

    Viel Spaß beim Lesen!

    Ihr könnt das auch direkt als schöne Medienkompetenzübung nehmen, welches Argument sachbezogen ist, welches bloß Beschimpfung, welches Gegenargument eigentlich tatsächlich welches andere Argument entkräftet, und wenn, dann aus welchen Blickwinkeln.

    Meiner Meinung nach haben beide Recht. Der Durchschnitt geht nach oben, und zwar dramatisch, aber innerhalb der Länder gibt es immer noch (und stark zunehmend!) ungerechte Verteilungen.

    [0] https://www.youtube.com/watch?v=jbkSRLYSojo
    [1] https://www.ted.com/talks/steven_pinker_is_the_world_getting_better_or_worse_a_look_at_the_numbers
    [2] https://twitter.com/BillGates/status/1086662632587907072
    [3] https://www.theguardian.com/commentisfree/2019/jan/29/bill-gates-davos-global-poverty-infographic-neoliberal
    [4] https://whyevolutionistrue.wordpress.com/2019/01/31/is-the-world-really-getting-poorer-a-response-to-that-claim-by-steve-pinker/
    [5] https://www.jasonhickel.org/blog/2019/2/3/pinker-and-global-poverty

    https://blog.fefe.de/?ts=a29c7ff0
2 Antworten nicht angezeigt.
  • [l] Felix Tue, 12 Feb 2019 15:07:55 GMT Nr. 7213
    >Medienkompetenzübung

    Wie z.B. dass es in der Graphik von Bill Gates 6 Metriken gab, und alle nachfolgenden Argumente nur sich nur auf eine (extreme Armut) bezogen?
  • [l] Felix Tue, 12 Feb 2019 19:12:41 GMT Nr. 7222
    Es wird alles immer besser, immer mehr Menschen können sich für immer weniger Geld immer schlechteren Mist kaufen.
    Alles in Butter!
  • [l] Felix Tue, 12 Feb 2019 19:14:37 GMT Nr. 7223
    >>7213
    Ein Wunder! Wenn Menschen plötzlich eine LED-Lampe und Netz haben können sie ihr Leben besser organisieren!
  • [l] Felix Wed, 13 Feb 2019 00:01:21 GMT Nr. 7229 SÄGE
    Bill Gates hat unsere Welt besser gemacht, weil Fefe für ihn gearbeitet hat!

  • [l] Ganz früher gab es in Rechnern nur eine Privilegienstufe. ... Effe ## Mod Tue, 12 Feb 2019 17:23:54 GMT Nr. 7216
    JPG 514×640 181.0k
    Ganz früher gab es in Rechnern nur eine Privilegienstufe. Die Trennung zwischen Betriebssystem und Anwendung war eher konzeptionell, nicht technisch. Wenn unter DOS zum Beispiel ein Prozess Mist machte, konnte er einfach Teile des Betriebssystems überschreiben.

    Die Lösung lag auf der Hand. Man führt auf Hardware-Ebene Speicherschutz und eine Trennung ein. Also bewegten sich erst die Antiviren in den privilegierten Bereich und dann die Malware.

    Was macht also Intel? Führt einen weiteren, noch privilegierteren Bereich ein. Der war so zugenagelt, dass sich da bisher m.W. keine Antiviren reinwurmen konnten. Aber eine Proof-of-Concept-Malware ist drinnen [0]! Mit recht innovativen Methoden, gar. Intel hatte nämlich kürzlich die Regeln gelockert, wer in den ultra-privilegierten Bereich reindarf. Weil sich rausstellte: Wenn das keiner nutzt, ist es gar kein stechendes Verkaufsargument. Und die einzigen, die Schlange standen, waren die Hollywood-Kopierschutz-Fetischisten.

    >Gruss und seinen Forscherkollegen schafften es, über Sicherheitslücken in der Launch-Control-Funktionalität von Intel an Schlüssel zu kommen, mit denen sie Schadcode in eine Enklave laden können. Das Problem, dass dieser Code keine Systemaufrufe ausführen kann, um das System außerhalb der Enklave zu manipulierten, lösen sie mit der bewährten Hacker-Technik Return-Oriented Programming (ROP).

    Das ist schon recht cool. :-)

    Besonders unterhaltsam ist auch die Antwort von Intel:

    >Gegenüber dem englischen IT-Nachrichtenportal The Register sagte ein Intel-Vertreter, dass man die Schwachstellen als außerhalb dessen betrachte, vor dem SGX schützen soll. Die Aufgabe von SGX sei es, Code in einer Schutzumgebung auszuführen. Laut Intel liegt es demnach beim Systembesitzer sicherzustellen, dass der in eine SGX-Enklave geladene Code vertrauenswürdig sei.

    OH ACH SO ist das! Das System, dem wir nicht vertrauen, und dem wir daher eine sichere Enklave aufgedrückt haben, dem vertrauen wir jetzt aber doch, wenn es um die Auswahl der Software geht, die in der Enklave läuft? Das klingt ja wie eine brillante Idee! Da hat ja jemand wirklich mitgedacht!1!!

    [0] https://www.heise.de/-4306965

    https://blog.fefe.de/?ts=a29dc020
  • [l] Felix Tue, 12 Feb 2019 17:28:57 GMT Nr. 7218
    PNG 650×490 19.9k
    Mit TempelBS wäre das nicht passiert.
  • [l] Felix Tue, 12 Feb 2019 17:40:53 GMT Nr. 7219 SÄGE
    Jetzt redet der Dicke wieder von SJW-Scheiß (Privilegien). Garnicht weiter gelesen.
  • [l] Felix Tue, 12 Feb 2019 18:13:33 GMT Nr. 7221
    >Man führt auf Hardware-Ebene Speicherschutz und eine Trennung ein.
    Das liegt überhaupt nicht auf der Hand, könnte man genausogut auf OS-Ebene tun.

  • [l] Das NRW-Polizeigesetz wird natürlich zuerst gegen ... Effe ## Mod Tue, 12 Feb 2019 13:02:38 GMT Nr. 7205
    JPG 1262×1002 229.7k
    Das NRW-Polizeigesetz wird natürlich zuerst gegen Umweltaktivisten angewendet [0]. Nicht, wie der eine oder andere vielleicht vermutet hatte, gegen Terroristen oder Mörder.

    [0] https://polizeigesetz-nrw-stoppen.de/2019/02/11/pressemitteilung/erste-anwendungsfaelle-des-lex-hambi-aus-neuem-nrw-polizeigesetz/

    https://blog.fefe.de/?ts=a29c0316
  • [l] Felix Tue, 12 Feb 2019 13:11:13 GMT Nr. 7206
    >Umweltaktivisten
    >Terroristen oder Mörder
    Da gibt es einen Unterschied?
  • [l] Leser aus NRW Tue, 12 Feb 2019 17:42:35 GMT Nr. 7220
    Ich konnte diesen *_in Shit leider nicht lesen. Haben da ein paar Penner Hausfriedensbruch an den Bagger verübt und deswegen das ganze Rumgefotze?

  • [l] Ein Leser berichtet mir gerade, dass er von Amazon ... Effe ## Mod Tue, 12 Feb 2019 12:52:26 GMT Nr. 7204
    JPG 212×300 11.1k
    Ein Leser berichtet mir gerade, dass er von Amazon ein unbestelltes Paket bekommen hat.

    >Da ich nun im Postkasten einen Abholschein für ein Amazon-Paket bekommen habe, welches ich nicht bestellt habe, bin ich stutzig geworden. Nachdem ich meine Bestellhistorie gecheckt und mit meiner Freundin gesprochen hatte, war mir klar das ich nicht der Empfänger dieses Pakets sein kann, da weder ich noch meine Freundin etwas bestellt hatten. Wie sich nach kurzem Googeln rausstellt, versuchen Händler das Feedbacksystem von Amazon zu umgehen. Dabei kaufen Sie Ware bei sich ein und versenden diese an echte Adressen, welche diese woher auch immer erworben haben. Danach können diese eine verifizierte 5-Sterne Bewertung abgeben.

    Und in der Tat gibt es auch schon [0] Presse-Berichte dazu [1]. Ich hatte davon noch nichts gehört. Krass.

    [0] https://www.stern.de/7869850.html
    [1] https://www.tz.de/welt/berlinerin-bekommt-amazon-pakete-obwohl-sie-nichts-bestellt-hat-zr-10072245.html

    https://blog.fefe.de/?ts=a29c01d0
  • [l] Felix Tue, 12 Feb 2019 17:12:35 GMT Nr. 7215
    Also hat der "Leser" etwas anschnur gekauft, und der Händler schickt das über Amazon, um vom (nicht in diesem Schema informierten) Leser eine Amazon-Bewertung zu bekommen?
  • [l] Felix Tue, 12 Feb 2019 17:25:18 GMT Nr. 7217
    >>7215
    Nein, der Händler gibt sich die Bewertung natürlich selbst. Bewertungen aus "verifizierten Käufen" wirken glaubwürdiger und werden vermutlich auch von Amazon nicht so schnell as Spam eingestuft.


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